Thurgauer zieht mit 82 in Fernseh-WG

Kurt Oberländer mag Grenzerfahrungen.
Kurt Oberländer mag Grenzerfahrungen. © Thurgauer Zeitung/Reto Martin
100 Menschen leben während eines Monats in einem 116-Quadratmeter-Haus: Das Romanshorner Original Kurt Oberländer (82) ist derzeit in der deutschen Reality-Show «Get the F*ck out of my House» zu sehen. 

Eine Plastikbox mit vier Unterhosen, vier Socken, vier Hemden, vier Hosen, vier Nastüechli, wenigen Toilettenartikeln und drei Zigaretten-Päckli dürfen die 100 Kandidatinnen und Kandidaten in ein 116-Quadratmeter-Einfamilienhaus in Satzvey in der Eifel mitnehmen. Sie teilen sich ein Wohnzimmer, ein Esszimmer, ein kleines Bad mit Dusche und WC, eine Küche, zwei Kinderzimmer und eine Terrasse. Es gibt weder Fernseher, Radio und Telefon noch eine Uhr. Die Spielregeln sind einfach: Man darf das Haus jederzeit verlassen, fliegt gleichzeitig aber auch aus der Show. Wer es am längsten aushält, gewinnt 100’000 Euro (entspricht derzeit rund 117’000 Franken).

Kurt Oberländer zeigt seinen bescheidenen Schlafplatz:

«Schönster Geburi meines Lebens»

Die jüngsten Teilnehmer bei «Get the F*ck out of my House» sind 19 Jahre alt – für Kurt Oberländer, der während der Dreharbeiten im Mai seinen 82. Geburtstag feierte, kein Problem. «Alle haben sich so nett um mich gekümmert», berichtet der Thurgauer auf «Blick.ch». Es sei der «schönste Geburi in meinem Leben» gewesen. Dass Oberländer der Vater oder Grossvater vieler Bewohnerinnen und Bewohner sein könnte, sieht man ihm nicht an: Er hat sich schon einige Male liften lassen.

Die St.Gallerin Amelia (29) zog ebenfalls in die 100-Personen-WG, um 100’000 Euro abzusahnen – sie musste die Show jedoch nach nur einer Folge wieder verlassen.

Kandidatin Amelia aus St.Gallen (Bild: Pro Sieben/Frank Hempel)

Jahrelange Casting-Erfahrung

Warum man mit 82 noch bei einem Reality-Format mitmacht und so wenig Essen bekommt, dass man acht Kilo abnimmt? «Ich bin einer, der immer ans Limit und darüber hinaus geht», sagt Oberländer gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Der Romanshorner steht seit Jahrzehnten auf der Bühne als Unterhaltungskünstler. Der gelernte Koch und Hotelier machte bisher zweimal bei «Die Grössten Schweizer Talente» mit und reiste acht Mal ans Casting von «Deutschland sucht den Superstar». Kürzlich hat er sich für «The Voice Senior» auf Sat 1 angemeldet.

Ins neue Jahr startet Kurt Oberländer aber gemächlich: Nachdem ihn seine 25 Jahre jüngere Freundin verlassen hat, weilt er drei Monate in Kambodscha.

«Get the F*ck out of my House» startete am 4. Januar und läuft jeweils donnerstags um 20.15 Uhr auf Pro Sieben.

(red.)


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