ThyssenKrupp entgeht milliardenschwerer U-Boot-Deal mit Australien

Australien will seine U-Boot-Flotte erneuern und ausbauen - und vertraut dabei den Franzosen. (Symbolbild)
Australien will seine U-Boot-Flotte erneuern und ausbauen - und vertraut dabei den Franzosen. (Symbolbild) © KEYSTONE/EPA DPA/CARSTEN REHDER
ThyssenKrupp ist bei der Ausschreibung eines Milliardenprojekts zum Bau von zwölf U-Booten in Australien leer ausgegangen. Die Regierung wählte den staatlichen französischen Schiffbaukonzern DCNS als bevorzugten Partner.

Den Entschied teilte Premierminister Malcolm Turnbull am Dienstag in Adelaide mit. In der australischen Küstenstadt befindet sich die U-Boot-Werft, die an dem Bau beteiligt werden soll.

Der über mehrere Jahrzehnte gestreckte Auftrag hat ein Volumen von rund 38 Milliarden Franken und wäre für ThyssenKrupp einer der grössten Aufträge der Unternehmensgeschichte gewesen. Der deutsche Industriekonzern war über seine Kieler Sparte ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) im Rennen. Ebenfalls um den Auftrag beworben hatte sich ein japanisches Konsortium mit Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries.

Australien will seine U-Boot-Flotte von zurzeit sechs Schiffen ersetzen und ausbauen. Die Regierung kündigte im März ein umfangreiches Aufrüstungsprogramm an, mit Ausgaben von allein 195 Milliarden Australischen Dollar (146 Milliarden Franken) bis zum Jahr 2025. Der U-Boot-Auftrag gilt als grösste militärische Anschaffung der Landesgeschichte.

(SDA)


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