Timea Bacsinszky nach starkem Auftritt im Viertelfinal

Schlug in Miami mit Agnieszka Radwanska erstmals eine Spielerin aus den Top 3: Timea Bacsinszky
Schlug in Miami mit Agnieszka Radwanska erstmals eine Spielerin aus den Top 3: Timea Bacsinszky © KEYSTONE/EPA/ERIK S. LESSER
Timea Bacsinszky hält am WTA-Turnier in Miami die Schweizer Fahne aufrecht. Die Romande schlägt im Achtelfinal die Weltranglisten-Zweite Agnieszka Radwanska 2:6, 6:4, 6:2. Bacsinszkys Formkurve zeigt wieder steil aufwärts.

Nach einem schwierigen Start in die Saison wegen eines Trainingsrückstands spielt die 26-jährige Waadtländerin Miami erstmals wieder auf dem Niveau, dank dem sie im vergangenen Jahr in die Top Ten gestürmt war. Übers Osterwochenende qualifizierte sie sich auf der Ferieninsel Key Biscayne mit Erfolgen über die besser klassierten Ana Ivanovic (WTA 17) und Agnieszka Radwanska (WTA 2) erstmals für die Viertelfinals.

Gegen die Polin zeigte sie eine taktische Meisterleistung. Sie zog die richtigen Lehren aus einem ziemlich missglückten ersten Satz. Ab dem zweiten Durchgang war die Lausannerin die Chefin auf dem Platz. Sie begann, sehr gut aufzuschlagen (79 Prozent der ersten Services im Feld), und diktierte mit der Rückhand das Spiel. Alleine mit ihrem Paradeschlag liess sie sich am Ende 16 der total 26 Gewinnschläge notieren.

Der erste Satz war mit zwei verlorenen Aufschlagspielen zum 0:2 und 2:6 eine einseitige Angelegenheit, zumal sich Bacsinszky selber keine Chance für ein Break erarbeitete hatte. Danach steigerte sie sich jedoch enorm. Im zweiten Durchgang musste sie Radwanska, die in Miami 2012 triumphiert hatte, zwar nach einer 5:2-Führung noch einmal bis auf eine Länge herankommen lassen. Sie behielt dann jedoch die Nerven und servierte souverän zum Satzausgleich. Im Entscheidungsset ging sie sogleich 2:0 in Führung und liess zum 5:2 noch ein zweites Break folgen.

Unter den Augen von Lara Gut feierte Bacsinszky den ersten Sieg gegen eine Spielern aus den Top 3. Sie steht beim hochdotierten Turnier in Südflorida erstmals im Viertelfinal. In der Runde der letzten acht trifft sie nun auf die Rumänin Simona Halep. Gegen die Nummer 5 der Weltrangliste hat sie die beiden bisherigen Duelle verloren: 2010 und Anfang 2015 in Shenzhen im Final.

(SDA)


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