Tobi könnte Lagerprobleme bekommen

Am Samstagmorgen wird ersichtlich, dass das Feuer in Egnach eine Halle und mehrere Tausend Plastikboxen zerstört hat.
Am Samstagmorgen wird ersichtlich, dass das Feuer in Egnach eine Halle und mehrere Tausend Plastikboxen zerstört hat. © Keystone
Die Firma Tobi in Egnach hat in der Nacht auf Samstag bei einem Grossbrand eine neuere Kühlhalle verloren. Nebst den 1000 Tonnen Obst und Gemüse, die den Flammen zum Opfer fielen, kann die Firma im Herbst die kommende Ernte nicht lagern.

1000 Tonnen Obst und Gemüse, darunter hauptsächlich Äpfel und Rüebli, sind in der Nacht auf Samstag in Egnach TG verbrannt. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Franken geschätzt. Für den Besitzer, die Tobi Seeobst AG, ein herber Verlust. Das Feuer ist mittlerweile ganz gelöscht, die Aufräumarbeiten haben bereits begonnen. «Wir werden nun sehen, wie stark die Bodenplatten beschädigt wurden und wie rasch wir die abgebrannte Halle abbrechen können», sagt Benno Neff, Geschäftsführer der Tobi.

Feuerwehr ist weiterhin vor Ort

«In der Nacht auf Sonntag wurden die Plastikballettstapel nochmals umgeschichtet und Nachlöscharbeiten fanden statt», sagt der Egnacher Feuerwehrkommandant Christian Feuz. Auch in den nächsten Tagen werde die Brandstelle von einer Sicherheitsfirma bewacht. «Wir lassen die Schläuche vor Ort. Die Sicherheitsfirma ist angewiesen, uns bei Auffälligkeiten sofort zu alarmieren. Ausserdem werden wir immer wieder Rundgänge über das Gelände machen», sagt Feuz.

Schwierig wird es nächsten Herbst

Der Geschäftsführer der Tobi Seeobst, Benno Neff, ist auch am Sonntag am Brandplatz. Trotz der vielen Kisten voll Obst, die verbrannt sind, wird es in der Schweiz keinen Obst-Engpass geben. «Uns werden jetzt einfach die einheimischen Äpfel noch früher ausgehen und wir werden schneller auf Äpfel aus dem Ausland zurückgreifen müssen.» Richtig schwierig werde die Situation aber erst im nächsten Herbst. «Wenn die nächste Ernte ansteht, werden uns die Lagerkapazitäten fehlen. Wir klären in den nächsten Wochen ab, wie wir diesen Engpass meistern.»

(red)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen