Tötungsdelikt Tägerwilen: Tatverdächtiger festgenommen

Tötungsdelikt Tägerwilen: Tatverdächtiger festgenommen
© Reto Martin / Tagblatt
Das Tötungsdelikt in Tägerwilen vom Pfingstwochenende scheint geklärt zu sein. Im Zusammenhang mit der Tat konnte ein 59-jähriger Tatverdächtiger in Spanien festgenommen werden. Bei ihm handelt es sich um einen Deutschen. Die Staatsanwaltschaft hat seine Auslieferung beantragt.

Der Tatverdächtige konnte am letzten Dienstag, 17. Mai 2016, am Flughafen in Barcelona festgenommen werden, teilt die Thurgauer Staatsanwaltschaft mit. Nur einen Tag vorher hat die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen den 59-jährigen Tatverdächtigen zur Verhaftung ausgeschrieben. Selbige Staatsanwaltschaft hat nun um Auslieferung des Tatverdächtigen an die Schweiz ersucht.

Der verfahrensleitende Staatsanwalt reiste vergangene Woche mit Spezialisten der Kantonspolizei Thurgau nach Spanien, um die spanischen Behörden bei der Spurensicherung (u.a. in der Wohnung des Tatverdächtigen, seinem Mietwagen und in einem Hotelzimmer) und den Ermittlungen vor Ort zu unterstützen. Beim Tatverdächtigen handelt es sich um einen deutschen Staatsangehörigen mit Wohnsitz auf der spanischen Insel Teneriffa. Das Opfer war eine nahe Bekannte von ihm.

Mutmasslicher Täter hat sich mit Opfer verabredet

Die Ermittlungen führten rasch auf die Spur des 59-jährigen Tatverdächtigen. Dieser hatte sich am Samstag, 14. Mai 2016, in den späten Abendstunden, mit dem Opfer verabredet und wurde von Zeugen in der nahen Umgebung des späteren Fundortes der Leiche zusammen mit dem Opfer gesehen. Ein Zeuge konnte zudem beobachten, wie der Tatverdächtige mit einem spanischen Mietwagen zum Treffpunkt angereist war.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Obwohl das Tötungsdelikt geklärt scheint gibt es noch viele offene Fragen. So zum Beispiel das Tatmotiv. Dieses ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern deshalb an. Bis zur Auslieferung des Tatverdächtigen an die Schweiz findet laut der Thurgauer Staatsanwaltschaft weiterhin ein enger Informationsaustausch mit den spanischen Behörden, mit der Justizbehörde der EU in Den Haag und mit der Staatsanwaltschaft Konstanz statt. Bis zum Abschluss der Untersuchungen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Das Tötungsdelikt ereignete sich am Pfingstwochenende. Am Pfingstsonntag, 15. Mai 2016, wurde im Uferbereich beim Parkplatz Seerheinbadi in Tägerwilen die Leiche einer 38-jährigen Frau gefunden. Die Obduktion durch das Institut für Rechtsmedizin in St.Gallen führte zum Ergebnis, dass das Opfer massive Kopfverletzungen aufwies, die schliesslich zum Tod führten.

(red/uli)


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