Tommy Hilfiger warnt Modemarken vor zu grosser Popularität

US-Designer Tommy Hilfiger wandelte auch über den Grünen Teppich des Zurich Filmfestivals 2016 (Archiv)
US-Designer Tommy Hilfiger wandelte auch über den Grünen Teppich des Zurich Filmfestivals 2016 (Archiv) © Keystone/MANUEL LOPEZ
Modemarken bekommt es nach Auffassung des US-Designers Tommy Hilfiger nicht immer gut, wenn sie zu populär werden.

Das habe er nach dem Rummel um seine Entwürfe in den 90er Jahren erfahren müssen, sagte der 65-Jährige der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag auf der Internationalen Buchmesse in Miami, wo er seine Memoiren «American Dreamer» vorstellte.

Seine damalige Idee, «athletische Kleidung mit riesigen Zahlen und Logos» zu kreieren, sei wie ein Blitz eingeschlagen, berichtete Hilfiger. «Erst wurde sie von den Strassen-Kids getragen, dann von den Hip-Hop-Kids. Dann von Snoop Dog, Puff Daddy und Jay Z, alle begannen unsere Klamotten zu tragen. Das Geschäft wurde zu gross.»

Wenn aber alle dasselbe tragen, wenden sich erst die modischen Schrittmacher wieder ab, ihnen folgen mehr und mehr normale Kunden und das Geschäft wird schwierig, sagte Hilfiger. «Deshalb mussten wir uns neu erfinden, erst dann konnten wir wieder durchstarten».

Als reine Lügen bezeichnete der 65-Jährige Gerüchte, wonach er einmal gesagt haben soll, er wäre nie Designer geworden, hätte er gewusst, dass Schwarze seine Kleidung tragen würden. «Erst behaupteten sie, ich hätte das während der Oprah-Show gesagt, dann wurden aus den Schwarzen Latinos, Schwule, jüdische Menschen und sogar Indianer», sagte er AFP.

«Dies Gerücht hat mich sehr verletzt», fügte der Designer hinzu. Er hätte niemals für alle bezahlbare und tragbare Mode entworfen, «wenn ich nicht gewollt hätte, dass sie von allen getragen wird».

(SDA)


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