Toter Luchs am Ettenberg gefunden

Der Luchs gehört noch immer zu den bedrohten Tierarten.
Der Luchs gehört noch immer zu den bedrohten Tierarten. © KEYSTONE/Laurent Gillieron/Symbolbild
In der Gemeinde Schwellbrunn wurde am Sonntag ein weiblicher Luchs gefunden. Noch ist nicht klar, wie das Tier ums Leben kam. Der Luchs wird nun obduziert.

Ein Landwirt hat am Sonntag am Ettenberg in der Gemeinde Schwellbrunn den toten Luchs gefunden. Das Tier hatte eine Verletzung am rechten Hinterlauf. Zur Klärung der Todesursache wird das Tier nun von der Abteilung für Fisch- und Wildtiermedizin der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Bern obduziert.

Das Tier konnte aufgrund der Fellzeichnung identifiziert werden. Es handelt sich um B459, ein Luchs mit Jahrgang 2015. Erstmals fotografiert wurde die Luchsin zusammen mit ihrer Mutter im August 2015 in der Nähe von Grabs. Letztmals erfasst wurde das Tier bei Eggersriet im März 2016.

“Wie die meisten Luchse dieses Alters war sie vermutlich auf der Suche nach einem eigenen Revier”, heisst es in einer Mitteilung der Jagdverwaltung Appenzell Ausserrhoden.

Der Luchs wird seit 1971 wieder in der Schweiz angesiedelt. In die Nordostschweiz wurde der Luchs zwischen 2001 und 2008 umgesiedelt. Derzeit gibt es etwa zwei Tiere pro 100 Quadratkilometer. Anders als Wölfe sind Luchse für Schafe keine Gefahr – er bevorzugt Rehe und Gämsen.

(red.)


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