Tour de France macht 2016 Halt in Bern

Die Schweizer Fans der Tour de France können sich freuen: Die grösste Radrundfahrt der Welt kommt nächsten Sommer in die Schweiz.
Die Schweizer Fans der Tour de France können sich freuen: Die grösste Radrundfahrt der Welt kommt nächsten Sommer in die Schweiz. © /EPA/BAS CZERWINSKI
Die Tour de France kommt in die Schweiz: Am 18. Juli endet die Etappe in Bern, tags darauf ruht der ganze Tross in der Bundesstadt. Am 20. Juli geht es weiter ins Unterwallis.Das gaben die Organisatoren am Dienstag in Paris bekannt.

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät freut sich auf die “unbezahlbare Werbung”, wie er auf Anfrage sagte. Auch das Gastgewerbe profitiere. So werden mehrere tausend Hotelbetten durch Teams, Organisatoren, Medienschaffende und Radsport-Fans belegt sein.

Möglich wurde der Coup durch den Zürcher Unternehmer, Radsport-Fan und YB-Besitzer Andy Rihs. “Er hat uns mit seinen Kontakten Türen geöffnet, die sonst nicht aufgegangen waren”, sagte Tschäppät.

Rihs ist auch Besitzer des Radteams BMC. Wieviel Geld er selber für das Gastspiel der Tour in Bern aufwirft, ist nicht bekannt.

“Es ist eine einmalige Sache, dass die Tour nach Bern kommt”, hielt Rihs gegenüber der sda fest. “Die Stadt, der Kanton, die ganze Schweiz können sich mehreren hundert Millionen Fernsehzuschauern von ihrer besten Seite präsentieren.”

Die 16. Etappe startet am Montag, 18. Juli, im französischen Jura und endet beim Stade de Suisse. Nach einem Ruhetag in Bern erfolgt am Mittwoch, 20. Juli, der Start zur 17. Etappe beim Fussballstadion. Die Strecke führt vermutlich durch die Altstadt, das Rennen wird aber erst ausserhalb der Stadt freigegeben.

Danach geht es weiter via Simmental, Saanenmöser und den Col de Mosses. Die Etappe endet im Unterwalliser Dorf Finhaut am Stausee Emosson.

Die öffentliche Hand lässt sich den dreitägigen Aufenthalt der Tour in Bern eine sechsstellige Summe kosten. Stadtpräsident Tschäppät hofft, dass Bern maximal 300’000 Franken zahlen muss. Nicht inbegriffen sind allerdings zusätzliche Kosten für verschiedene Leistungen wie Sicherheit, Absperrungen und Signalisation.

An der Finanzierung werden sich auch der Kanton Bern, die Hotellerie und weitere Sponsoren beteiligen. Tschäppät schwebt ein Volksfest mit allerlei Rahmenveranstaltungen vor – je nachdem, wieviel Geld noch zusammenkommt.

Ein Wermutstropfen für die Berner Radsportfreunde: Zwar erleben sie nächsten Sommer die Tour de France aus der Nähe, dafür bleibt die Tour de Suisse der Bundesstadt fern. Der noch für 2016 geltende Vertrag wurde aufgelöst.

Dafür verantwortlich sei aber nicht die Tour de France, beteuern die Organisatoren. Vielmehr habe das lokale Organisationskomitee die geforderten finanziellen Garantien nicht geben können. Zudem habe sich die Suche nach einem Gelände für die Zielankunft nicht innert nützlicher Frist regeln lassen.

(SDA)


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