Tschechien ringt im Fedcup-Final Russland nieder

Karolina Pliskova und Barbora Strycova sicherten Tschechien den entscheidenden Punkt im Doppel
Karolina Pliskova und Barbora Strycova sicherten Tschechien den entscheidenden Punkt im Doppel © KEYSTONE/EPA/FILIP SINGER
Tschechien hat zum vierten Mal in fünf Jahren den Fedcup gewonnen. Die Gastgeberinnen setzen sich in Prag gegen Russland 3:2 durch und sichern sich den neunten Titel im Teamwettbewerb. Zur grossen Figur beim Gastgeber avancierte Karolina Pliskova.

Die 23-Jährige aus Louny, die in Monaco wohnt, hatte am Sonntag mit ihrem Zweisatzsieg im vierten Einzel gegen Anastasia Pawljutschenkowa erst die Begegnung zum 2:2 ausgeglichen, ehe sie an der Seite von Barbora Strycova auch das Doppel zu ihren Gunsten entschied und den Gastgeberinnen damit den Sieg in der ausverkauften O2-Halle sicherte.

Nachdem Pliskova/Strycova gegen Pawljutschenkowa und Jelena Wesnina den ersten Satz verloren hatten, schafften sie dank der höheren Effizienz beim Verwerten ihrer Breakbälle die Wende. Nach gut zwei Stunden Spielzeit verwerteten die Tschechinnen ihren ersten Matchball zum 4:6, 6:3, 6:2-Sieg und dem vierten Triumph in den letzten fünf Jahren nach 2011, 2012 und 2014.

Für die 1,86 m grosse Pliskova war es der krönende Abschluss einer starken Saison, in der sie das WTA-Turnier in Prag gewann, fünf weitere Finals erreichte und erstmals in die Top 10 vorstiess. Die aktuelle Nummer 11 des WTA-Rankings erhielt von Teamcaptain Petr Pala den Vorzug gegenüber der French-Open-Finalistin Lucie Safarova (WTA 9).

Zum Auftakt des zweiten Spieltags hatte Maria Scharapowa (WTA 4) dank einem Dreisatzsieg im Duell der Teamleaderinnen gegen Petra Kvitova (WTA 6) Russland 2:1 in Führung gebracht. Scharapowa hatte bereits am Samstag ihr Einzel gegen Pliskova gewonnen. Da Kvitova für Tschechien mit einem Dreisatzsieg über Anastasia Pawljutschenkowa vorgelegt hatte, war der erste Tag nach Papierform verlaufen. Zur Verliererin des Wochenendes avancierte Pawljutschenkowa (WTA 28), welche die zuletzt verletzte Jekaterina Makarowa ersetzte und bei allen drei Niederlagen Russlands auf dem Platz stand.

(SI)


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