Tschechischer Kinderbuch-Illustrator Adolf Born gestorben

Der tschechische Kinderbuchillustrator Adolf Born - hier 2010 auf der Buchmesse in Prag - ist gestorben. Er illustrierte über 250 Bücher, am liebsten Grimms Märchen und "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe. (Bild Wikicommons)
Der tschechische Kinderbuchillustrator Adolf Born - hier 2010 auf der Buchmesse in Prag - ist gestorben. Er illustrierte über 250 Bücher, am liebsten Grimms Märchen und "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe. (Bild Wikicommons) © Wikicommons
Der tschechische Kinderbuch-Illustrator und Grafiker Adolf Born ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das berichtete die Agentur CTK am Sonntag unter Berufung auf die Familie. Born hat mehr als 250 Bücher illustriert. Den Leser nahm er mit in eine Welt fantasievoller bis grotesker Geschöpfe.

Auf Deutsch erschien 2004 eine illustrierte Ausgabe der Märchen der Brüder Grimm. Eine besondere Vorliebe hatte Born auch für “Robinson Crusoe” von Daniel Defoe. “Als ich dieses Buch mit zwölf Jahren bekommen habe, wusste ich, dass ich es einmal bebildern würde”, sagte er einmal.

Geboren am 12. Juni 1930 in Gmünd (Ceske Velenice), wuchs Born zweisprachig Deutsch und Tschechisch auf. Einen Namen machte er sich zunächst als Karikaturist, bevor er nach Schwierigkeiten mit dem kommunistischen Regime auf Kinderbuch-Illustrationen umschwenkte.

Er gewann zweimal die Goldmedaille der Internationalen Buchkunst in Leipzig. Frankreich ernannte ihn 2003 zum “Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres”. Generationen von tschechischen Kindern wuchsen mit der von Born gezeichneten Trickserie “Der Mach und die Schebestova” auf, in der zwei Kinder einen Telefonhörer finden, der wünsche erfüllt.

Politisch trat Born als Befürworter der Monarchie und zuletzt auch als Gegner von Zuwanderung in Erscheinung.

(SDA)


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