Tuberkulose-Risiko bleibt hoch

Die Ostschweizer Wildtiere sind noch nicht von der Tierseuche betroffen.
Die Ostschweizer Wildtiere sind noch nicht von der Tierseuche betroffen. © (AP Photo/ Winfried Rothermel)
Untersuchungen zeigen: Die Wildtiere in der Ostschweiz und in Graubünden sind tuberkulosefrei. Das Risiko einer Einschleppung der Tierseuche aus dem grenznahen Ausland bleibt aber hoch.

In Österreich, Bayern, Frankreich und Italien sind Nutz- und Wildtiere von Rindertuberkulose betroffen. In Vorarlberg mussten bereits Höfe gesperrt und verdächtige Tiere geschlachtet werden. Wie die St.Galler Staatskanzlei mitteilt, gibt es seit Juni 2014 in der Ostschweiz und in Liechtenstein ein Früherkennungsprogramm bei Wildtieren. Das Programm wird in Zusammenarbeit der Kantone St.Gallen und Graubünden, Liechtenstein und dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse zeigen: Sämtliche Tests der 271 Wildtiere sind negativ.

Weitere Untersuchungen 2016

Trotz der beruhigenden Ergebnisse bleibe das Risiko eines Auftretens der Tuberkulose bei Wildtieren in der Schweiz hoch, schreibt die Staatskanzlei. Die Untersuchungen im Überwachungsgebiet werden daher 2016 fortgeführt. Gemäss Tierseuchenverordnung sind Jäger und Wildhüter zudem verpflichtet, verdächtige Veränderungen, die auf Tierseuchen hindeuten, einem amtlichen Tierarzt zu melden.

Verstärkte Überwachung der Rinderpopulation

Neben den Untersuchungen von Wildtieren wird auch die Rindergesundheit verstärkt überwacht. Zusätzlich zur normalen Fleischkontrolle werden Lymphknoten und veränderte Organe von Rindern bereits bei geringen Veränderungen mikrobiologisch untersucht, um eine allfällige Tuberkulose-Infektion so früh wie möglich zu erkennen.

Tuberkulose kann nicht nur zwischen Wild- und Nutztieren, sondern auch auf den Menschen übertragen werden.

(red)

 

 


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