Turban nicht abgenommen: Schauspieler darf nicht in USA fliegen

Die indische Kopfbedeckung wurde ihm zum Verhängnis: Waris Ahluwalia durfte mit seinem Turban nicht einfach so in die USA einreisen (Archiv).
Die indische Kopfbedeckung wurde ihm zum Verhängnis: Waris Ahluwalia durfte mit seinem Turban nicht einfach so in die USA einreisen (Archiv). © /EPA/CLAUDIO ONORATI
Der US-amerikanisch-indische Schauspieler und Designer Waris Ahluwalia (“Grand Budapest Hotel”) durfte wegen seines Turbans nicht in die USA fliegen. Weil er der indischen Glaubensgemeinschaft der Sikh angehört, bedeckt er sein Haar und schneidet den Bart nicht.

Auf Instagram veröffentlichte Ahluwalia ein Bild, das ihn mit einem Flug-Ticket der Fluggesellschaft Aeroméxico von Mexiko-Stadt nach New York zeigt. Darauf zu sehen: Vier “S” für einen extra Sicherheitscheck. Er habe sich geweigert, seinen Turban abzunehmen, sagte Ahluwalia der New-Yorker Zeitung “Daily News”. “Das würde ich in der Öffentlichkeit nicht tun. Das ist vergleichbar mit der Bitte, die Kleidung auszuziehen.”

Die Airline erklärte, sie befördere alle Passagiere, egal welcher Religion sie angehörten. Allerdings müsse sie sich bei Flügen in die Vereinigten Staaten an die Vorschriften der US-Flugsicherheitsbehörde halten. Ahluwalia erklärte, auch 13 Stunden nach seinem planmässigen Abflug sitze er noch in Mexiko fest. Er schrieb: “Liebe NYC Fashion Week. Ich werde wohl ein bisschen später kommen (…). Startet die Show nicht ohne mich.”

(SDA)


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