6 Prozent weniger Asylgesuche als im Vormonat

Die Schweiz hat im vergangenen Monat 523 Personen Asyl gewährt und 633 Personen vorläufig aufgenommen. (Symbolbild)
Die Schweiz hat im vergangenen Monat 523 Personen Asyl gewährt und 633 Personen vorläufig aufgenommen. (Symbolbild) © KEYSTONE/AP/OLMO CALVO
Im Februar haben in der Schweiz 1339 Personen Asyl beantragt. Das sind 6,4 Prozent weniger als im Januar. Im laufenden Jahr plant das Staatssekretariat für Migration (SEM), 900 Opfer des Syrien-Konflikts aufzunehmen.

400 weitere Personen sollen im Jahr 2019 folgen.Dies teilte das SEM auf Anfrage der SDA mit. Im Februar kamen 34 Opfer dieses Konflikts in der Schweiz an, wie zudem einer Mitteilung des SEM vom Montag zu entnehmen ist.

Die Aufnahme von Opfern des Syrien-Konflikts erfolgt gemäss der Mitteilung aufgrund eines Bundesratsbeschlusses vom Dezember 2016. Dieser sieht vor, dass die Schweiz innert zwei Jahren bis zu 2000 Opfer des Konflikts aufnehmen wird. Bislang sind es gemäss SEM 701 Personen.

Der Beschluss gehört zum sogenannten Resettlement-Programm der Vereinten Nationen (Uno). Dieses richtet sich an besonders verletzliche Personen, welche sich in Syrien oder in einem der Nachbarländer aufhalten und vom Hochkommissariat für Flüchtlinge der Uno den Flüchtlingsstatus erhalten haben.

Von den 1339 Asylgesuchen, die im Februar eingereicht wurden, kamen die meisten (310 Anträge) von eritreischen Staatsangehörigen, wie das SEM in der Mitteilung bekanntgab. Das sind 48 Anträge mehr als im Januar. Es folgen Gesuche aus Syrien (103 Gesuche; -4), Afghanistan (100 Gesuche; +28), Algerien (87 Gesuche; +34), Somalia (70 Gesuche; -23) und Georgien (62 Gesuche, -38). Gegenüber Februar 2017 wurden 11,1 Prozent weniger Gesuche eingereicht.

Asyl erteilte das Staatssekretariat für Migration im Februar 532 Personen, 633 Personen gab es den Status der vorläufig Aufgenommenen. Diese Zahlen sind ähnlich viel wie jene im Januar mit 518 respektive 683 Personen. In 421 Fällen entschied das SEM, nicht auf das Gesuch einzutreten.

Die Schweiz beteiligt sich zudem seit September 2015 am Programm der Europäischen Union (genannt Relocation), mit welchem Asylsuchende in unterschiedliche Länder verteilt werden, die bereits in Griechenland oder Italien registriert wurden. In diesem Zusammenhang sind im Februar 12 eritreische Staatsangehörige aus Italien in der Schweiz eingetroffen, seit Beginn des Programms 1493.

Gemäss SEM sollen bis zum Ende des ersten Quartals noch 7 weitere Personen einreisen. Dann wird die Schweiz 1500 Personen aufgenommen und die Verpflichtungen dieses Programms erfüllt haben.

Wie das SEM weiter mitteilte, haben 587 Personen die Schweiz kontrolliert verlassen – entweder selbständig (150 Personen), oder sie wurden in den Heimatstaat (286), in einen Drittstaat (19) oder in einen Dublin-Staat (132) zurückgeführt. 403 Personen sind gemäss der Statistik des SEM unkontrolliert ausgereist.

Bei 649 Personen hat die Schweiz einen anderen Staat aus dem Dublin-Abkommen angefragt, ob sie eine Person übernehmen. Umgekehrt haben andere Staaten die Schweiz zur Übernahme von insgesamt 576 Personen angefragt; 90 Personen wurden in die Schweiz überstellt.

(SDA)


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