Uli Hoeness wieder an der Bayern-Spitze

Uli Hoeness regiert wieder "seinen" FC Bayern München
Uli Hoeness regiert wieder "seinen" FC Bayern München © KEYSTONE/EPA DPA/ANDREAS GEBERT
Uli Hoeness steht wieder an der Spitze «seines» FC Bayern. Mehr als drei Stunden muss der 64-Jährige am Freitagabend warten, bis er von den über 7000 Mitgliedern wieder zum Präsidenten gewählt wird.

Hoeness dankte in einer emotionalen und deutlichen Ansprache seinen «zwei Familien»: der um seine Ehefrau Susi und eben dem Herzensklub. «Ich bitte Sie um eine zweite Chance», sagte Hoeness. «Ich verspreche, dass ich alles tun werde, um die Erwartungen zu erfüllen.» Hoeness will ein starker und wortgewaltiger Präsident sein. Er besitze weiterhin die Fähigkeit, Probleme deutlich anzusprechen, sagte er mit Blick auf seine frühere Funktion als «Abteilung Attacke» des FC Bayern. «Sie schläft nicht, sie ruht.»

Riesenfehler wieder gut machen

Begleitet von grossem Beifall und «Uli, Uli»-Rufen kehrt Hoeness damit 270 Tage nach seiner Haftentlastung wieder auf den Posten zurück, den er nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung aufgegeben hatte. «Ich habe einen grossen Fehler gemacht, ich respektiere jeden hier im Saal, der mir heute seine Stimme wegen des Fehlverhaltens nicht gibt. Aber ich habe alles getan, um diesen Riesenfehler wieder gut zu machen», sagte Hoeness, der von harten Stunden und vielen Tränen im Gefängnis berichtete. «Die Kraft hat mir dieser Verein zurückgegeben.»

Rückkehr ins Amt für Präsident

«Ich gönne Dir von Herzen die verdiente Rückkehr in Dein Amt als Präsident», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit Blick auf Hoeness. «Ich bin neugierig auf die neuerliche Zusammenarbeit mit Dir. Wir kennen uns nun ja schon 42 Jahre», sagte Rummenigge. Vor dem Blick in die Zukunft rühmte der Vorstandschef besonders die vergangenen Jahre mit Titeln wie am Fliessband: «Jahre wie diese haben wir selbst noch nicht erlebt.»

Der scheidende Präsident Karl Hopfner wurde am Tag der besten Zahlen der Klubgeschichte von der Vereinsschar mit lang anhaltendem Beifall verabschiedet. «Das berührt mich wirklich», sagte Hopfner, der über drei Jahrzehnte für den FC Bayern arbeitete.

(SDA)


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