Mehrheit der Briten will EU verlassen

Grossbritanniens Premier David Cameron führt in Verhandlungen mit Brüssel, um Verbesserungen für sein Land in der EU herauszuholen. Ein grosser Teil der Bevölkerung gibt sich EU-skeptisch. (Archivbild)
Grossbritanniens Premier David Cameron führt in Verhandlungen mit Brüssel, um Verbesserungen für sein Land in der EU herauszuholen. Ein grosser Teil der Bevölkerung gibt sich EU-skeptisch. (Archivbild) © KEYSTONE/AP MTI/SZILARD KOSZTICSAK
Die islamistischen Anschläge von Paris und die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln haben einer neuen Umfrage zufolge den Befürwortern eines britischen Ausscheidens aus der Europäischen Union Zulauf verschafft.

Der am Sonntag in der “Mail on Sunday” veröffentlichten Umfrage zufolge sprechen sich derzeit 42 Prozent für den EU-Ausstieg aus, 38 Prozent wollen bleiben, 20 Prozent haben sich noch nicht entschieden.

38 Prozent der Befragten sagten, die Berichte über die Ereignisse in Köln hätten dazu geführt, dass sie jetzt eher für ein Nein zur EU stimmen wollten. 34 Prozent sahen sich durch die islamistischen Anschläge von Paris in ihrer Entscheidung für ein Ausscheiden aus der Europäischen Union bestätigt.

Der britische Premierminister David Cameron will seine Landsleute spätestens 2017 über den Verbleib in der EU abstimmen lassen. Davor pocht er auf eine Reform der EU in vier Bereichen.

Umstrittenste Forderung ist, nach Grossbritannien kommenden EU-Ausländern vier Jahre staatliche Unterstützung zu verwehren, um so die Einwanderung zu begrenzen. Cameron erwartet eine Einigung über die von ihm geforderten Reformen im Februar.

(SDA)


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