Umstrittene Wahl des ACS-Präsidenten wird wiederholt

Im September in Langenthal BE soll Nationalrat Christian Wasserfallen zum zweiten Mal zum Vorsitzenden des Automobil Club der Schweiz (ACS) gewählt werden. (Archivbild)
Im September in Langenthal BE soll Nationalrat Christian Wasserfallen zum zweiten Mal zum Vorsitzenden des Automobil Club der Schweiz (ACS) gewählt werden. (Archivbild) © Keystone/ALESSANDRO DELLA VALLE
Die umstrittene Wahl des neuen ACS-Präsidenten wird wiederholt. An einer Delegiertenversammlung (DV) vom 16. September in Langenthal BE soll Nationalrat Christian Wasserfallen zum zweiten Mal zum Vorsitzenden des Automobil Club der Schweiz gewählt werden.

Michael Gehrken, ACS-Generaldirektor ad interim, bestätigt eine entsprechende Meldung der Zeitungen “Tages-Anzeiger” und “Bund”. Eine überwiegende Anzahl der Sektionen habe beantragt, die Delegiertenversammlung im September durchzuführen.

Hintergrund ist ein verbandsinterner Machtkampf. Von “Intrigen” und “Putschversuchen” war die Rede. Am 23. Juni schliesslich führten 13 von 19 Sektionen gegen den Willen des Direktionskomitees eine Delegiertenversammlung durch und wählten den Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen zum neuen Präsidenten. Zugleich bestimmten sie sechs von sieben Mitgliedern des Direktionskomitees neu.

Die bisherige Führungsriege um den Präsidenten Mathias Ammann hat diese Entscheide allerdings nicht anerkannt und sieht sich somit weiterhin im Amt. Nur die Direktion könne eine DV einberufen, so die Begründung.

Die DV vom 16. September soll nun Klarheit schaffen. Teilnehmen sollen diesmal beide Konfliktparteien. “Nach heutigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass alle Sektionen anwesend sein werden, zumal die Anträge auch ordnungsgemäss von beiden Konfliktparteien kamen”, teilte Gehrken mit.

Die Medien sind vom Anlass ausgeschlossen. Es liege im Interesse aller Beteiligten, weiter Ruhe ins Clubleben zu bringen, so Gehrken. Entsprechend solle und könne die DV auch als Ausspracheplattform für alle Beteiligten dienen, “ohne dass die entsprechenden Positionsbezüge in die Öffentlichkeit getragen werden müssen”.

(SDA)


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