«Unser Geduldsfaden reisst bald»

Seit zwei Jahren wartet die Thurgauer Firma Nüssli auf einen Haufen Batzen Geld. Die USA schulden dem Gerüste- und Ausstellungsbauer über 15 Millionen Franken. Bei Nüssli ist die Geduld langsam am Ende.

Es war ein grosser Auftrag. Die USA haben Nüssli damit beauftragt, ihren Länder-Pavillon an der Expo 2015 in Mailand zu bauen. Auftragsvolumen: 15,1 Millionen Franken. Dass dieses Geld jedoch nach wie vor nicht bei Nüssli eingetroffen ist, damit haben wohl auch die Thurgauer kaum gerechnet. Hauptgrund dafür ist, dass die Firma, die den Bau des Pavillons in Auftrag gegeben hat, unterdessen Bankrott ist.

Kühlen Kopf bewahren

Nichtsdestotrotz beharrt Nüssli natürlich auf das Geld. Wegen der ganzen Sache ist die ganze Belegschaft angespannt. Dies bestätigt auch Nüssli Verwaltungsratsmitglied Martin Messner. Er sagt: «Wir sind schon nah dran, dass der Geduldsfaden reisst. Aber das dürfen wir uns gar nicht leisten. Sonst verlieren wir dieses Geld in den USA.»

USA-Reisen geplant

Vor zwei Wochen hat sich auch der Bundesrat der Sache angenommen. Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat Vertreter der amerikanischen Botschaft in Bern zu sich ins Büro zitiert und die Schulden eingefordert. Bis heute fehlt jedoch eine Antwort der amerikanischen Botschaft. Als nächsten Schritt hat Nüssli Besuche in den USA im September und Oktober geplant.

Ist nicht erfreut über die aktuelle Situation: Nüssli Verwaltungsrat Martin A. Messner

Ist nicht erfreut über die aktuelle Situation: Nüssli Verwaltungsrat Martin A. Messner

TVO hat am Donnerstagabend über das Thema berichtet. Den Beitrag dazu gibt’s oben.

(uli)


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