Unverständnis bei den FCSG-Fans

Die Choreo war das einzige Highlight auf St.Galler Seite.
Die Choreo war das einzige Highlight auf St.Galler Seite. © Urs Bucher/St.Galler Tagblatt
Auf St.Galler Seite haben am Sonntag höchstens die Fans in der Sonne geschwitzt. Was Trainer und Spieler bei der Niederlage gegen Lugano (0:2) geboten haben, grenzte an Arbeitsverweigerung – das sind die Reaktionen der Fans.

Nach dem Sieg gegen Luzern hofften die Anhänger des FC St.Gallen, dass der Club die Wende geschafft hat und nun endlich Punkte auf das Konto der miserabel in die Saison gestarteten Espen kommen würden. Denkste! Bereits im nächsten Spiel zu Hause gegen Lugano ist alles wieder beim schlechten Alten.

Die Spieler immer mindestens einen Schritt zu spät, Ballkontrolle hat nur der Gegner, ebenso fehlt ein Konzept gänzlich. “Flanken ins Niemandsland, kein Druck, kein Wille”, schreibt ein User im FCSG-Forum.

Keine Philosophie?

Auf FM1Today sind die Meinungen auch gemacht: “Würde ich morgen so arbeiten, werde ich entlassen!” Schuld an der schwachen Leistung des FC St.Gallen ist in den Augen der meisten User Trainer Joe Zinnbauer. Er erreiche die Mannschaft nicht, die Spieler könnten seine Philosophie nicht umsetzen – sofern er denn eine habe.

Nicht nur bei den Fans des FC St.Gallen herrschte am Sonntag eine gewisse Ratlosigkeit. Das Schweizer Fussballmagazin “Zwölf” machte sich Gedanken über den Wechsel in der Innenverteidigung der Espen:

Im FCSG-Forum schreibt jemand dazu: “Was für eine Ohrfeige für Gelmi und Wiss, die gegen Luzern so gut gespielt haben!” Trainer Joe Zinnbauer begründete den Wechsel mit dem schnellen Alioski beim FC Lugano: Haggui als gelernter Innenverteidiger und Angha mit seiner Geschwindigkeit sollten den Top-Skorer der Bianconeri stoppen.

Zittern vor dem Cupspiel

Für die Zukunft sehen die Fans schwarz. Auf der Facebookseite des FCSG schreibt jemand, er habe die Tickets fürs Cupspiel gegen Le Mont (Samstag, 17. September) bereits gekauft. Immerhin werde er einen schönen Tag in Yverdon mit gutem Essen verbringen. Nur vor dem Abend – und dem Spiel – fürchte es ihn.

Einen Lichtblick gab es in den Augen der meisten Fans: Die Fans selbst. Trotz Dauer-Krise bleiben die St.Galler ihrer Mannschaft treu: “Tolle Choreo und gute Unterstützung”, schreibt ein User auf FM1Today.


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