Urnäsch feiert Alpabzug und Bauernmarkt

Das Säulirennen begeistert die Besucher immer wieder aufs Neue.
Das Säulirennen begeistert die Besucher immer wieder aufs Neue. © Dieter Mathis
Am Samstag wurde in Urnäsch die traditionelle Alpabfahrt zelebriert. Zusätzlich fand ein grosser Bauernmarkt statt, auf dem viele einheimische Produkten probiert und gekauft werden konnten.

Der Herbst hat auf der 826 Meter hoch gelegenen Gemeinde Urnäsch Einzug gehalten. Es hat stark abgekühlt – und zwar auf zirka 13 Grad. Doch gegen Mittag drangen sogar ein paar Sonnenstrahlen durch, was sehr positiv auf die Stimmung der Zuschauer und Gäste schlug.

Vieh wieder im Tal

Die Alpabfahrt ist für die Bauern noch heute ein wichtiger Festtag. Für dieses Jahr wurde der Abtrieb der umliegenden Alpen in 18 Gruppen zu je zirka 20 bis 30 Kühen unterteilt. Dies stellte sich auch als kleine Herausforderung für die örtliche Polizei und Feuerwehr dar, da es keinen Zeitplan der Viehgruppen gab und die Strassen immer wieder kuzfristig umgeleitet werden mussten.

«Die Hochalpen wurden vor einem Monat schon geräumt», erzählt die Produktmanagerin Erika Kist von Appenzellerland Tourismus AR. «Das ist der letzte Almabzug in diesem Jahr, das Vieh hier ist von den umliegenden Alpen in der Höhe 1000 bis 1200 Meter.»

Erika Krist (rechts im Bild) zeigte sich stolz über die geglückte Veranstaltung.

Tourismusexpertin Erika Krist (rechts) zeigte sich stolz über die geglückte Veranstaltung. (Foto: Dieter Mathis)

In Urnäsch angekommen, erwartete alle Besucher der traditionelle Bauernmarktes. Dort gibt es viele kleine und ein grosses Highlight: das Säulirennen. Weil das Säulirennen so beliebt ist, waren die besten Plätze rund um die Rennstrecke schon 15 Minuten vor dem Start besetzt. Die fünf Teilnehmer, also die Ferkel, zeigten sich hoch motiviert – weil sie wussten, dass es am Ende der Strecke etwas zu fressen gibt.

Ferkel eifern um die Wette

«Die Ferkel sind erst 3,5 Monate alt, geben aber wirklich Gas», sagt Anton Frick aus Urnäsch schmunzelnd. Er ist als Wettbüroleiter und Organisator des Säulirennen tätig. «Es gibt keinen Favoriten, im Gegenteil: es gewinnt immer ein anderes Ferkel, deshalb ist das Säulirennen bei Jung und Alt sehr beliebt.»

(red)


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