Urner wollen Hausärztemangel bekämpfen

Die Untersuchung beim Hausarzt soll im Kanton Uri weiterhin möglich sein. Die Stimmberechtigten haben finanziellen Massnahmen zugestimmt, um dem Ärztemangel bekämpfen zu können.
Die Untersuchung beim Hausarzt soll im Kanton Uri weiterhin möglich sein. Die Stimmberechtigten haben finanziellen Massnahmen zugestimmt, um dem Ärztemangel bekämpfen zu können. © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Der Kanton Uri kann im Kampf gegen den Ärztemangel neue Praxen finanziell unterstützen. Die Stimmberechtigten haben das neue Gesundheitsgesetz mit einem Ja-Stimmenanteil von 63 Prozent gut geheissen. Mit 98 Ärzten pro 100’000 Einwohner hat der Kanton Uri schweizweit die tiefste Ärztedichte.

Von den rund 26 Hausärzten, Gynäkologen oder Kinderärzten erreicht die Hälfte in den nächsten zehn Jahren das Pensionsalter.

Um die Grundversorgung zu sichern, will der Kanton Uri künftig Ärzten, die eine neue Praxis eröffnen, unter die Arme greifen können. Vorgesehen sind sowohl nicht rückzahlbare Beiträge wie auch Darlehen. Diese Änderungen wurden mit 5’773 zu 3’462 Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 36 Prozent.

Bekämpft worden war die Vorlage unter anderem von Gemeindepräsidenten und Ärzten. Sie befürchten, dass die öffentliche Hand erpressbar wird und niemand mehr eine Praxis ohne grosszügige Beiträge eröffnen will.

(SDA)


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