US-Girls erwartungsgemäss nicht zu stoppen

Die amerikanischen Kunstturnerinnen holten im Team-Final der Frauen erwartungsgemäss Gold
Die amerikanischen Kunstturnerinnen holten im Team-Final der Frauen erwartungsgemäss Gold © KEYSTONE/AP/DMITRI LOVETSKY
Die amerikanischen Kunstturnerinnen werden im Team-Final der Frauen ihrer haushohen Favoritenrolle gerecht und holen wie 2012 Gold. Silber geht nach Russland, Bronze nach China.

Simone Biles, Gabrielle Douglas, Lauren Hernandez, Madison Kocian und Captain Alexandra Raisman waren auch im Final eine Klasse für sich, nachdem sie bereits in der Qualifikation in einer eigenen Liga geturnt und die Konkurrenz deklassiert hatten. Der dritte Olympiasieg mit dem Team nach 1996 und 2012 dürfte der Auftakt zur Medaillenflut der US-Girls in der Rio Olympic Arena gewesen sein. Auch im Mehrkampf- sowie in den vier Gerätefinals werden sie diejenigen sein, die es zu schlagen gilt.

Wie bereits in der Qualifikation brachten die Amerikanerinnen alle ihre 16 Vorträge ohne einen einzigen Fehler durch. Die 14,800 Punkte von der einmal mehr überragenden Simone Biles am Stufenbarren waren die schlechteste Note, welche für die USA in die Wertung kam. Am Ende siegten die Amerikanerinnen mit dem Rekordvorsprung von 8,2 Punkten vor Russland, das dank einem starken Auftritt zum Abschluss am Sprung China noch überholte.

Der erneute Olympiasieg ist der vorläufige Höhepunkt für den Verband USA Gymnastics, der seit dem Gewinn der Team-Goldmedaille an den Weltmeisterschaften 2011 in Tokio das Nonplusultra im Frauen-Kunstturnen ist. Bereits vor fünf Jahren in der japanischen Hauptstadt mit dabei waren Douglas und Raisman, welche die USA auch 2012 in London zu Olympia-Gold führten.

In der Blüte ihres Schaffens abtreten wird Marta Karolyi, welche seit 2001 als Team-Koordinatorin die Hauptverantwortung trug. Sie hatte zusammen mit ihrem Mann und Vorgänger Bela Karolyi, der Nadia Comaneci 1976 ebenso zum Olympiasieg führte wie 1984 Marie Lou Retton und 1996 das amerikanische Frauen-Team, auf einer Ranch in Texas über die Jahre ein Trainingszentrum errichtet, das heute als nationales Leistungszentrum dient.

Einen starken Wettkampf zeigten auch die Japanerinnen, die bis vor dem letzten Gerät sogar von einer Medaille träumen durften und mit Rang 4 die beste Team-Klassierung an Sommerspielen erreichten. Auch die deutschen Turnerinnen zeigte bei ihrer ersten Teilnahme in einem olympischen Final eine gute Leistung. Dank einem starken Vortrag am Stufenbarren, an dem sie mit Elisabeth Seitz und Sophie Scheder auch zwei Geräte-Finalistinnen stellen werden, kämpften sie sich an ihrem letzten Gerät auf Rang 6 vor.

(SDA)


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