Kadetten in Ku-Klux-Klan-Kleidung suspendiert

Ein Mitglied des rassistischen Ku-Klux-Klan 1996 in den USA.
Ein Mitglied des rassistischen Ku-Klux-Klan 1996 in den USA. © KEYSTONE/AP NY/MARC FADER
Acht Kadetten einer privaten US-Militärakademie sind vom Dienst suspendiert worden, weil sie in Ku-Klux-Klan-Verkleidung für Fotos posiert hatten. Eine Sprecherin sagte die Kadetten seien beurlaubt und hätten die Akademie am Freitagmorgen verlassen.

Die acht Kadetten waren Schüler an der privaten Militärakademie The Citadel im Bundesstaat South Carolina. Die Militärschüler hatten in weissen Gewändern und mit Kopfkissenbezügen mit Löchern für die Augen über dem Gesicht für Fotos posiert. Die Verkleidung erinnerte stark an die Gewänder des rassistischen Ku Klux Klan.

Der Leiter der Militärschule verurteilte die im Internet veröffentlichten Bilder als “verletzend und verstörend” und ordnete eine Untersuchung an.

Ersten Erkenntnissen zufolge hätten die Kadetten in der Verkleidung im Rahmen eines Sketches Weihnachtslieder vorgetragen, sagte Schulleiter John Rosa. Dennoch verstiessen die Bilder gegen grundlegende Werte der Akademie.

Die Affäre lenkte die Aufmerksamkeit auf eine andere umstrittene Praxis in der Militärakademie: in einer Kapelle auf dem Campus wird eine Flagge der Konföderierten aufbewahrt. Diese war während des Unabhängigkeitskrieges die Fahne der Südstaaten. Sie wird von vielen US-Bürgern heute jedoch als Symbol des Rassismus abgelehnt.

“Symbole des Hasses tragen nur zum Hass bei. Es ist an der Zeit, die Flagge der Konföderierten über The Citadel zu senken”, schrieb die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton am Freitag im Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Eine Sprecherin der Militärakademie betonte, die Fahne gehöre zu einer Sammlung historischer Flaggen und könne nur auf Beschluss des Parlaments von South Carolina abgenommen werden.

(SDA)


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