USA: Polizisten erschiessen Sechsjährigen

USA: Polizisten erschiessen Sechsjährigen
In den USA haben Polizisten am Dienstagabend einen sechsjährigen Jungen, der mit seinem Vater im Auto sass, durch Schüsse getötet. Welche Gründe dahinter liegen, ist unklar.

Der kleine Jeremy Mardis sass am Dienstagabend in Marksville (US-Staat Lousiana) neben seinem Vater in dessen Geländewagen, als sie in eine Sackgasse gerieten. Nachdem der Vater versucht hatte, den Wagen zurückzusetzen, feuerten sich nähernde Polizisten mit ihren Pistolen los. Insgesamt 18 Kugeln traten in den Wagen ein, fünf davon trafen den kleinen Jeremy. Dieser war sofort tot, sein Vater wurde lebensgefährlich verletzt.

Wieso die Beamten schossen, liegt bis dato im Dunkeln. Nach ersten Informationen wollten sie gegen Jeremys Vater einen Haftbefehl vollstrecken und nahmen das Zurücksetzen des Wagens als Fluchtversuch wahr. Diese Informationen wurden von der Polizei aber wieder zurückgenommen. Die beiden Polizisten sind mittlerweile festgenommen worden.

Der lebensgefährlich verletzte Vater hat Kugelfragmente in Gehirn und Lunge und kann nicht mehr sprechen. Sein Sohn Jeremy, der unter einer autistischen Störung litt, sei sein ganzes Leben gewesen, wie US-amerikanische Medien berichten. (red)

TV-Bericht des Senders CBS


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