USA und Mexiko unterstreichen enge Partnerschaft

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto und US-Präsident Barack Obama demonstrieren Einigkeit.
Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto und US-Präsident Barack Obama demonstrieren Einigkeit. © KEYSTONE/AP/SUSAN WALSH
Mit Blick auf die Nominierung des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump haben die Vereinigten Staaten und Mexiko ihre enge Partnerschaft beschworen. Trump hat sich immer wieder kritisch gegenüber dem Nachbarland geäussert.

So kündigte Trump im Falle seines Wahlsiegs den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko an.

“Mexiko ist ein wichtiger Partner. Es ist auch wichtig für unseren eigenen Wohlstand”, sagte US-Präsident Barack Obama am Freitag nach einem Treffen mit seinem mexikanischen Kollegen Enrique Peña Nieto. “Wir sind Nachbarn, nicht nur Wirtschaftspartner, sondern auch Freunde.”

Die beiden Präsidenten unterstrichen die enge Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel und in der Kriminalitätsbekämpfung. “Wir werden weiterhin die Sicherheit und Gesundheit unserer Bürger beschützen, vor allem angesichts der Heroin-Epidemie, die so viele Leben kostet”, sagte Obama. Zuletzt schmuggelten mexikanische Drogenkartelle immer mehr Opium in die USA.

Obama lobte die Arbeit der mexikanischen Sicherheitsbehörden im Kampf gegen illegale Einwanderung aus Mittelamerika und gegen den Schmuggel von Drogen. “Ohne die Mexikaner hätten wir ein wesentlich grösseres Problem an unserer Grenze”, sagte der US-Präsident. “Mexiko ist ein verlässlicher Partner. Das hilft uns sehr viel mehr als eine Mauer.”

Mit Blick auf Trumps Nominierung sagte Präsident Peña Nieto: “Wir unterhalten nicht nur Beziehungen zwischen Regierungen. Wir haben eine solide Partnerschaft zwischen Millionen von Bürgern.” Der kommende US-Präsident oder die kommende US-Präsidentin werde in Mexiko einen strategischen Partner finden.

Trump hatte bei der Ankündigung seiner Präsidentschaftskandidatur mexikanische Einwanderer als Drogenhändler und Vergewaltiger verunglimpft. Beim Parteitag der Republikaner am Donnerstag in Cleveland wiederholte er seine Absicht, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Jahrzehnte der Einwanderung hätten zu sinkenden Löhnen geführt und die Arbeitslosigkeit der Bürger erhöht.

Die USA sind der wichtigste Wirtschaftspartner Mexikos. Für die USA ist Mexiko der drittgrösste Handelspartner. Im vergangenen Jahr betrug das Handelsvolumen über 532 Milliarden US-Dollar. In den USA hängen sechs Millionen Arbeitsplätze vom Handel mit Mexiko ab. 34,6 Millionen Menschen mit mexikanischen Wurzeln leben in den Vereinigten Staaten.

(SDA)


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