Uzwiler Rapperin macht Kampfansage

Von Stephanie Martina
Die Uzwiler Rapperin Doris Mete will in den Battles Vollgas geben
Die Uzwiler Rapperin Doris Mete will in den Battles Vollgas geben © FM1Today/Stephanie Martina
Die Uzwilerin Doris Mete ist keine klassische «The Voice of Germany»-Kandidatin. Die 27-Jährige steht auf Old-School-Hip-Hop und rappt lieber, als zu singen. Jetzt stehen die Battles bevor. Hier kommt Doris’ Kampfansage.

Als «der reinste Hammer» bezeichnet Doris ihren Auftritt bei den Blind Auditions von «The Voice of Germany». «Ich bin überglücklich, dass es gereicht hat.» Sie habe gehofft, dass sie es in die nächste Runde schaffen würde und fest daran geglaubt. Zu selbstsicher habe sie dann aber doch nicht an die Sache herangehen wollen, um nicht noch mehr enttäuscht zu sein, falls es nicht reichen sollte.

«Du bist ein Gesamtkunstwerk»

Doris hatte sich umsonst Sorgen gemacht: Bei ihrem Auftritt mit Missy Eliotts «Work It» buzzerten mit Mark Foster sowie Michi und Smudo vom Team Fanta 2 für sie. «Du hast genau das mitgebracht, was man als gute Rapperin mitbringen muss», lobte Michi, «aber das ist ein Gesangswettbewerb. Rappst du nur oder singst du auch?» Doris Antwort war ein a capella gesungenes «What You Want» von Mase feat. Total.

Danach hatte die 27-jährige Uzwilerin alle auf ihrer Seite: Die Coaches überschlugen sich vor Begeisterung. Smudo meinte: «Du bist mehr als Rap und Gesang. Du bist schon eine ziemlich weit fortgeschrittene Künstlerin. Ein Gesamtkunstwerk.» Mark Forster sagte: «Du bist ‘ne coole Alte.» Sogar Schmusesängerin Yvonne Catterfeld ärgerte sich im Nachhinein, dass sie nicht gebuzzert hatte. «Du bist eine coole Frau, aus dir kann man viel rausholen.»

Die Battles stehen an

Dass sich Doris entschied, im Team der Fantas um den Titel «The Voice of Germany» zu kämpfen, wunderte niemand. Mit den beiden Rap-Urgesteinen bereitet sich die Rapperin, die Old-School-Hip-Hop bevorzugt, nun auf die Battles vor. In den bisherigen Coachings mit Michi und Smudo habe sie Vieles gelernt, nicht nur gesanglich, vor allem auch was den Ausdruck angehe. «Weil ich rappe, bekommen ich jeweils schnell diese Aggro-Mimik, auch wenn ich gar nicht aggressiv bin, sondern Spass an der Sache habe. Daran werde ich auf jeden Fall arbeiten», sagt die gelernte Detailhandelsfachfrau.

Gerappte Kampfansage

Als junge Frau habe man es im Rap-Business nicht leicht, erzählt Doris. «Männer vertreten oft die Meinung, dass Frauen nicht ans Mic gehören, weil sie es nicht im Griff haben.» Von solchen Vorurteilen lässt sich Doris aber nicht bremsen – vielmehr macht sie diese zum Thema ihrer Songs. Für FM1Today gibt die junge Rapperin eine Kostprobe eines selbst geschriebenen Stücks:

Doris erklärt: «Der Song ist eine Kampfansage mit der Botschaft: Schaut, hier kommt Doris, eine Frau, die rappt. Von euch lass ich mir nichts sagen, ich mach mein Ding und zeig’s euch allen.» Mit genau diesem Motto will Doris auch die bevorstehenden Battles bei «The Voice» angehen. Auch wenn sie dort nicht ihre eigenen Songs performen darf.

Neben Doris Mete hat auch noch ein weiterer Kandidat aus dem FM1-Land den Sprung in die Battles geschafft. Der 21-jährige Robin Portmann aus Herisau sang sich bei den Blind Auditions ins Team von Yvonne Catterfeld. Die Battles beginnen am Sonntag, 19. November um 20.15 Uhr auf Sat1.

(stm)


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