Vaduz unterliegt Luzern nach Führung

Mario Bühler attackiert Marco Schneuwly (rechts)
Mario Bühler attackiert Marco Schneuwly (rechts) © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Dank numerischer Überzahl schlägt der FC Luzern Vaduz mit 2:1. Die Liechtensteiner liegen bis zum Platzverweis von Nick Von Niederhäusern (63.) in Führung.Von Niederhäusern wird mit Grauen an die letzten beiden Duelle mit Luzern zurückdenken. In Luzern wurde er am 2.

April nach zwei verschuldeten Elfmetern bereits in der 15. Minute vom Platz gestellt. Gestern stoppte der Vaduz-Verteidiger nach einer Stunde den durchgebrochenen Jahmir Hyka im Strafraum mit einem Foul, was zum 1:1-Ausgleich für die Luzerner durch den von Jakob Jantscher verwandelten Foulpenalty führte. Zu allem Unglück zeigte Schiedsrichter Pascal Erlachner Pechvogel Von Niederhäusern auch noch die Rote Karte.

In numerischer Unterlegenheit mussten sich die Vaduzer danach auf die Verteidigung des einen Punktes konzentrieren. Die Luzerner dagegen stellten auf eine Dreierabwehr um und verstärkten die Offensive. Sie waren in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und erkämpften sich mit viel Willen in der Schlussphase gar noch den Siegestreffer durch Marco Schneuwly. Der FCL-Topskorer schloss einen herrlichen Angriff über Christian Schneuwly, Joâo Oliveira und Nicolas Haas mit dem Kopf unhaltbar zum 2:1 ab.

Vaduz war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen und hätte gar höher als 1:0 führen können. David Zibung hatte noch vor dem herrlichen Führungstreffer von Dejan Janjatovic einen Schuss von Simone Grippo an den Pfosten gelenkt (19.). Weniger gut sah der Luzerner Schlussmann beim 0:1 aus. Nach einem weiten Auskick von Peter Jehle stürmte Zibung ohne Not aus dem eigenen Strafraum. Sein Befreiungsschlag landete direkt in den Füssen von Janjatovic, der aus 40 Metern herrlich ins verwaiste Luzerner Tor traf.

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel machte Zibung seinen Fehler aber wieder gut. Er verhinderte gegen Armando Sadiku in extremis den 0:2-Rückstand und hielt sein Team so im Spiel. Die Luzerner drehten danach spürbar auf und liegen dank dem Siegestreffer von Marco Schneuwly weiterhin auf Europa-League-Kurs.

Telegramm:

Vaduz – Luzern 1:2 (1:0)

3677 Zuschauer. – SR Erlachner. – Tore: 35. Janjatovic 1:0. 63. Jantscher (Foulpenalty, Foul an Hyka) 1:1. 86. Marco Schneuwly (Haas) 1:2.

Vaduz: Jehle; Stahel, Bühler (57. Gülen), Grippo; Von Niederhäusern, Kukuruzovic (81. Burgmeier), Ciccone, Borgmann (88. Messaoud); Costanzo, Janjatovic, Sadiku.

Luzern: Zibung; Thiesson, Schmid, Puljic, Lustenberger (71. Oliveira); Kryeziu; Christian Schneuwly, Haas, Hyka (88. Yesil); Frey (59. Jantscher), Marco Schneuwly.

Bemerkungen: Vaduz ohne Kaufmann, Fekete, Untersee (alle verletzt) und Muntwyler (krank). Luzern ohne Affolter (gesperrt), Arnold, Brandenburger, Neumayr, Sarr und Schachten (alle verletzt). 19. Zibung lenkt Schuss von Grippo an Pfosten. Platzverweis: 62. Von Niederhäusern (Notbremse an Hyka). Verwarnung: 53. Marco Schneuwly (Foul).

(SDA)


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