Valartis verkauft österreichische Privatbank

Zukunft von Valartis geht zum Teil in Österreich weiter (Symbolbild).
Zukunft von Valartis geht zum Teil in Österreich weiter (Symbolbild). © /KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA
Die angeschlagene Valartis hat für ihre österreichische Privatbank eine Käuferin gefunden. Die Wiener Privatbank SE will die Valartis Bank (Austria) AG für 13 Millionen Euro kaufen.

Teil des Verkaufs sind der Bankbetrieb, die Beteiligungen an einer Kapitalanlagegesellschaft sowie eine Liegenschaft. Kommt die Transaktion nach der Genehmigung beider Parteien und den Behörden in Österreich zustande, entsteht ein Bankinstitut mit einer Bilanzsumme von 500 Millionen Euro, wie die Valartis Group am Freitag mitteilte.

Der Verkauf ist Teil des Sanierungsplans der in Zahlungsschwierigkeiten steckenden Bankenholding Valartis Group. Der sogenannte Asset Deal mit der Wiener Privatbank SE soll bereits im zweiten Quartal 2016 vollzogen werden.

Nach dem Verkauf verblieben der Valartis Bank (Austria) AG ihre Eigenmittel sowie der Verkaufserlös aus der Transaktion. Danach soll ein bestehendes Darlehen der Valartis Finance Holding durch die Valartis Bank (Austria) zurückgeführt werden. Anschliessend wird die Valartis Bank (Austria) liquidiert.

Die Rückführung des Darlehens wird ausstehende Kreditverbindlichkeiten der Valartis Finance Holding in Höhe von 64 Millionen Euro eliminieren. Dadurch kann die Holding bis Ende 2016 eine Liquidationsdividende auszuschütten.

In der Valartis Finance Holding, welche von den Behörden in Liechtenstein beaufsichtigt wird, hat die Valartis Gruppe ihre beiden Vermögensverwaltungsinstitute Liechtenstein und Österreich zusammengefasst. Für die Privatbank in Liechtenstein wird gemäss Mitteilung vom Freitag noch eine Käuferin gesucht.

Die Valartis Group hatte am vergangenen Montag mitgeteilt, ein Gesuch um definitive Nachlassstundung zu beantragen, nachdem das Kantonsgericht Zug bereits im Juli ein Gesuch um provisorische Nachlassstundung von vier Monaten bewilligt hatte. Eine erfolgreiche Sanierung hat sich in dieser Zeit aber nicht umsetzen lassen. Der liechtensteinischen Finanzholding wurde bereits im September Konkursaufschub bewährt.

(SDA)


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