Van Genechten Dritter bei letztem IAM-Auftritt

Der Belgier Jonas van Genechten, der Sieger der 7. Vuelta-Etappe, klassierte sich auch beim Eintagesrennen Paris - Tours in den Top 3
Der Belgier Jonas van Genechten, der Sieger der 7. Vuelta-Etappe, klassierte sich auch beim Eintagesrennen Paris - Tours in den Top 3 © KEYSTONE/EPA EFE/JAVIER LIZON
Das Eintagesrennen Paris – Tours wird eine Beute von Fernando Gaviria. Der Kolumbianer siegt vor Arnaud Démare und Jonas van Genechten, der IAM im letzten Auftritt einen Podestplatz beschert.

Erwartungsgemäss behielten die Teams der Topsprinter auf den 252,5 fast gänzlich flachen Kilometern von Dreux nach Tours alles unter Kontrolle. Einer siebenköpfigen Ausreissergruppe, der mit Pirmin Lang auch ein Schweizer IAM-Profi angehörte, wurden kaum mehr als drei Minuten Vorsprung zugestanden.

Rund 25 km vor dem Ziel kam es wieder zum Zusammenschluss. Am Ende triumphierte Gaviria nach einem überraschend bereits rund 600 m vor der Ziellinie lancierten Sprint. Anfang März hatte sich der 22-Jährige an den Bahn-Weltmeisterschaften in London die Goldmedaille im Omnium gesichert.

Der 30-jährige Belgier Jonas van Genechten, der heuer die 7. Etappe der Vuelta gewonnen hatte, sorgte mit Platz 3 für eine würdige Abschiedsvorstellung des IAM-Teams. Dieses wird nach vier Jahren, davon zwei als UCI-World-Tour-Team, aufgelöst. Diesen Entscheid hatte der Walliser Patron Michel Thétaz bereits im Mai kommuniziert. Der Unternehmer wollte die hohen Kosten nicht mehr alleine tragen, fand aber auch keinen Co-Sponsor.

Erst als das Aus besiegelt war, stellten sich mit den Etappenerfolgen im Giro d’Italia (durch Roger Kluge), in der Tour de France (Jarlinson Pantano) und der Vuelta (Mathias Frank und van Genechten) die grössten Siege in der IAM-Geschichte ein.

Von den 28 Fahrern, die 2016 im Kader figurierten, haben bis zum jetzigen Zeitpunkt erst deren 13 ein neues Team gefunden. Zu denen, die für kommendes Jahr noch ohne Vertrag dastehen, gehören mit Schweizer Meister Jonathan Fumeaux, Martin Elmiger, Pirmin Lang, Simon Pellaud und Marcel Wyss auch fünf Schweizer Profis. Marcel Aregger und Oliver Zaugg gaben ihren Rücktritt bekannt.

(SDA)


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