Varoufakis hat sich Schäuble näher gefühlt als irgendeinem Menschen

Schwierige, aber offenbar ehrliche und respektvolle Beziehung: Der damalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis und dessen deutscher Amtskollege Wolfgang Schäuble im Februar dieses Jahres in Berlin.
Schwierige, aber offenbar ehrliche und respektvolle Beziehung: Der damalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis und dessen deutscher Amtskollege Wolfgang Schäuble im Februar dieses Jahres in Berlin. © KEYSTONE/EPA DPA/KAY NIETFELD
Der frühere griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat überraschend eine gewisse innere Nähe zu seinem deutschen Widersacher Wolfgang Schäuble bekundet. Beide hatten sich in der Euro-Schuldenkrise ein hartes Ringen um den Reformkurs geliefert.

“Wolfgang wollte mir noch nicht einmal die Hand geben”, erzählte der im Juli zurückgetretene Grieche in einer Art Jahresrückblick im Magazin “Stern”.

Er habe aber immer Respekt gehabt vor dem deutschen Minister. Sie seien gewesen “wie zwei Boxer, die eine Weile Schläge ausgetauscht haben und sich dann einander näher fühlen als irgendeinem anderen Menschen”, sagte Varoufakis.

Die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel imponiert ihm: “Vielleicht würde ich als Deutscher Merkel wählen”, sagte Varoufakis. Sigmar Gabriel dagegen sei der “schlimmste Politiker, den ich getroffen habe”. Der Chef der deutschen Sozialdemokraten habe geäussert, man werde nicht die “überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung” finanzieren.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen