Vater von Pistorius-Opfer will Sprintstar treffen

"Selbst mit Ocar reden":  Barry Steenkamp, Vater der getöteten Reeva Steenkamp (Archiv)
"Selbst mit Ocar reden": Barry Steenkamp, Vater der getöteten Reeva Steenkamp (Archiv) © KEYSTONE/EPA/ALON SKUY/POOL
Der Vater des von südafrikanischen Ex-Sprintstar Oscar Pistorius erschossenen Models Reeva Steenkamp wünscht sich ein Treffen mit dem 28-Jährigen. Er glaube, dass er leichter einen Abschluss finden könne, “wenn ich die Gelegenheit bekomme, selbst mit Oscar zu reden”.

Das sagte Barry Steenkamp dem Fernsehsender M-Net am Sonntag. Zwar werde er vermutlich “nichts zu sagen haben”, sondern Pistorius nur ansehen, sagte Steenkamp. “Aber das ist, was ich gerne eines Tages tun würde.”

Der wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilte Pistorius war vor wenigen Tagen wegen guter Führung in den Hausarrest entlassen worden. Der unterschenkelamputierte Sportler hatte im Februar 2013 in Pretoria seine Freundin Reeva Steenkamp durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen und wurde dafür vor einem Jahr wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Pistorius beteuerte stets, seine Freundin für einen Einbrecher gehalten und sie in Panik erschossen zu haben.

Steenkamps Eltern und auch die Staatsanwaltschaft glaubten nie an diese Version. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein und strebt nun ein Urteil wegen Mords und eine höhere Haftstrafe an. Der Berufungsprozess soll am 3. November beginnen. Dazu sagte Barry Steenkamp, er hoffe, dass die Familie nach dem Ende des Verfahrens mehr zur Ruhe kommen werde. “Es wird vielen von uns einen Abschluss geben – ob er nun gut oder schlecht ist.”

(SDA)


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