Grosszügiges Parlament – Vaterschaftsurlaub verlängert

In der Ostschweiz übernimmt Ausserrhoden eine Vorreiterrolle beim Vaterschaftsurlaub.
In der Ostschweiz übernimmt Ausserrhoden eine Vorreiterrolle beim Vaterschaftsurlaub. © (KEYSTONE/Lukas Lehmann)
Das Ausserrhoder Parlament hat den Vaterschaftsurlaub für Kantonsangestellte auf zehn Tage verlängert. Kein Kanton in der Region ist so grosszügig.

In St.Gallen erhalten die Verwaltungsangestellten fünf Tage Vaterschaftsurlaub, in Innerrhoden und Thurgau sind es nur deren zwei. Der Bund und vier Kantone (BE, BS, VS, GE) gewähren bereits heute zehn Tage Vaterschaftsurlaub.

Der Ausserrhoder Kantonsrat stimmte der Teilrevision des Personalgesetzes in der ersten Lesung mit grossem Mehr zu (51 Ja, 11 Nein). Die Verlängerung des Vaterschaftsurlaubs von zwei auf zehn Tage war aber umstritten.

Die SVP beantragte erfolglos, den Artikel zu streichen. Finanzdirektor Köbi Frei (SVP) hielt dem entgegen, dass der Mehraufwand für den Kanton verkraftbar sei. Er würde sich auf 56‘000 Franken belaufen.

Am Ende der ausgiebigen Parlamentsdebatte mussten sich die Kantonsräte zwischen zehn (Antrag Regierung) oder drei Tage Vaterschaftsurlaub (Antrag Monika Bodenmann, FDP) entscheiden.

Im ersten Abstimmungsgang resultierte ein Patt. Erst der zweite Durchgang brachte die Entscheidung. (red)


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