Venezolanischer Oppositionsführer laut Familie «sehr geschwächt»

Wurde aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gefängnis nach Hause verlegt: Venezuelas Oppositionsführer Leopoldo Lopez.
Wurde aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gefängnis nach Hause verlegt: Venezuelas Oppositionsführer Leopoldo Lopez. © KEYSTONE/AP/FERNANDO LLANO
Venezuelas Oppositionsführer Leopoldo López ist nach Angaben seines Vaters gesundheitlich «sehr geschwächt». López habe sich im Gefängnis eine «Allgemeininfektion» zugezogen, musste über eine Woche lang erbrechen und habe «vier oder fünf Kilo» verloren.

Dies sagte Leopoldo López Gil am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP, nachdem er mit seinem 46-Jährigen Sohn telefonisch sprechen konnte.

Der Oberste Gerichtshof Venezuelas hatte den Oppositionsführer nach mehr als drei Jahren Haft überraschend aus «gesundheitlichen Gründen» in den Hausarrest überstellt. Einige Stunden nach seiner Entlassung am Samstagmorgen zeigte sich López seinen Anhängern, die ihn vor seinem Haus in Caracas bejubelten.

Die Freilassung ihres Anführers war eine der Bedingungen der Opposition, die seit gut drei Monaten gegen die Regierung von Präsident Nicolas Maduro auf die Strasse geht. Am Sonntag beging die Opposition den 100. Tag ihrer Proteste, bei denen seit April mindestens 91 Menschen getötet wurden.

López ist eine Galionsfigur der rechtsgerichteten Opposition gegen Maduro. Er war im Februar 2014 wegen des Vorwurfs der Anstachelung zur Gewalt bei regierungskritischen Protesten zu 14 Jahren Haft verurteilt worden.

(SDA)


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