Miracle Four: Verdacht auf illegale Einreise

Miracle Four aus dem Rheintal stürmen die Britischen Inseln.
Miracle Four aus dem Rheintal stürmen die Britischen Inseln. © zVg
Die Girlgroup Miracle Four aus dem Rheintal ist derzeit auf ihrer ersten Tour. Doch bei ihrem ersten Auftritten in London standen nur drei der vier Frauen auf der Bühne. Was war da nur los?

Es hätte so schön sein können: Amber, Emilia, Arina und Alena waren voller Vorfreude auf die erste Tour. Sie alle sollten gleichzeitig in London ankommen. Doch daraus wurde nichts. England hat Emilias ersten Visumsantrag abgelehnt. Sie stand unter Verdacht, illegal einzureisen. Der Antrag wurde abgelehnt, weil ein paar Informationen gefehlt haben. «Wir hatten noch keinen Rückflug gebucht, da wir von England weiter nach Irland reisen», sagt die Managerin der Band, Dee Sieber.

Sie sagt, es sei auch noch nicht ganz klar gewesen, wann die Auftritte in Irland genau sein würden. «Deswegen hatten wir nicht alle Flüge und somit war der Visumsantrag unvollständig», sagt Sieber. Das andere Problem war nämlich, dass Emilia minderjährig ist und ohne Begleitung ihrer Eltern am Flughafen war. Bei den anderen drei Bandmitgliedern gab es keine Probleme, sie konnten nach London fliegen.

Miracle Three statt Miracle Four

«Wir haben dann sofort per Express ein neues Visum beantragt und das kam glücklicherweise innerhalb eines Tages. So konnten wir dann auch für Emilia einen Flug buchen», sagt Sieber. Dennoch hat Emilia zwei Gigs der Band verpasst. Bei den Auftritten in London im «The Groucho Club» und «The Bedford» standen dann nur drei Mitglieder von Miracle Four auf der Bühne.

Emilia singt jeweils die Bassstimme. Die Stimmen mussten durch ihr Fehlen neu verteilt werden. «Die Mädchen haben das aber wunderbar gemeistert. Sie haben den ganzen Tag geübt, dass für den Auftritt dann auch alles stimmt. Bei den Konzertbesuchern kamen sie sehr gut an», sagt Sieber.

Weil die Veranstalter von den dreien so begeistert waren, hat der Club «The Bedford» die Band dann aber noch ein zweites Mal eingeladen, damit sie in voller Formation nochmal singen können. «Das ist natürlich toll – auch für Emilia», sagt die Managerin.

In die Arme geschlossen

Emilia war erleichtert, als sie endlich in London angekommen ist. «Ich war so traurig und musste weinen, als ich erfuhr, dass es mir nicht möglich ist, mit meiner Band zu fliegen. Ich hatte mich so darauf gefreut», sagt Emilia.

Da sie nicht wusste, was sie tun sollte, hat sie sich an die Eltern der anderen gewandt, die ihr sofort geholfen haben. «Zum Glück ist aber alles so schnell gegangen. Zuerst hiess es, es könne bis zu zehn Tage dauern», sagt Emilia. Das war zu ihrem Glück dann aber nicht so.

«Ich habe mich auch ein wenig schuldig gefühlt, weil Amber, Arina und Alena alles neu einstudieren mussten, weil ich nicht dabei war. Aber ich konnte an der Situation auch nichts ändern», sagt Emilia. Als sie in der Ankunftshalle in London ankam, wurde sie freudig von ihren Bandmitgliedern erwartet und in die Arme geschlossen.

Deshalb freut sie sich nun umso mehr auf die vielen Auftritte in England und Irland. «Ich bin gespannt, was mich erwartet und wie das Publikum sein wird», sagt Emilia. Sie sagt, noch realisiere sie noch gar nicht so recht, dass die Tour endlich auch für sie losgeht.

 

(str)


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