Verhoeven klagt über mangelnden Sex in Filmen

Isabelle Huppert (r) posiert mit dem holländischen Regisseur Paul Verhoeven (Archiv)
Isabelle Huppert (r) posiert mit dem holländischen Regisseur Paul Verhoeven (Archiv) © Keystone/EPA EFE/JAVIER ETXEZARRETA
Hollywood hat nach den Worten von Kultregisseur Paul Verhoeven aufgehört, «herausfordernde» Filme zu machen. Zuviele Dinge, auch Sex, kommen seiner Meinung nach zu kurz.

Weil die US-Studios zu sehr auf das Massenpublikum und somit auf die lukrative Freigabe ihrer Filme für Zuschauer ab 13 Jahren setzten, seien viele Dinge nicht mehr möglich, sagte der 78-jährige Regisseur von «Basic Instinct», «RovoCop» und «Total Recall» am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

«Du kannst nicht mehr provozieren, Du darfst nicht mehr kontrovers sein, eindeutig sexuell oder erotisch», fuhr der niederländische Filmemacher fort. «Alles muss angedeutet bleiben, undurchsichtig und was auch immer. Und dann werden die Filme völlig neutral und fordern Dich in keinster Weise mehr heraus», klagte Verhoeven bei der Vorführung seines neuesten Werks «Elle» in Los Angeles.

(SDA)


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