Verkehr kostet jährlich 13 Milliarden Franken

2014 gingen 16 Prozent der gesamten Kosten von Strasse und Schienen oder über 13 Milliarden Franken zu Lasten der Allgemeinheit. (Symbolbild)
2014 gingen 16 Prozent der gesamten Kosten von Strasse und Schienen oder über 13 Milliarden Franken zu Lasten der Allgemeinheit. (Symbolbild) © KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Schweiz zahlt für die Mobilität einen hohen Preis. Mehr als 10’000 Franken sind es pro Einwohner und Jahr. Auf fast einem Sechstel der gesamten Verkehrskosten bleiben die Steuerzahler sitzen.

Im Jahr 2014 kostete der motorisierte Strassenverkehr in der Schweiz 75 Milliarden Franken, der Schienenverkehr 10,5 Milliarden Franken. Seit 2010 schlug die Teuerung beim Bahnverkehr mit zehn Prozent doppelt so stark zu Buche wie beim Strassenverkehr. Am stärksten stiegen die Kosten beim Personenverkehr auf der Schiene, und zwar um 13 Prozent.

Das zeigen aktuelle Zahlen zu Kosten und Finanzierung des Verkehrs, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag veröffentlicht hat. Nach wie vor berappt demnach keine der Nutzergruppen die von ihr verursachten Kosten vollumfänglich selbst – weder auf der Strasse noch auf der Schiene.

2014 deckten die Verkehrsbenützer gesamthaft 84 Prozent der Kosten. Der ungedeckte Betrag belief sich damit auf 13,4 Milliarden Franken. Davon mussten schliesslich 6,2 Milliarden Franken von der öffentlichen Hand und 7,1 Milliarden Franken von der Allgemeinheit getragen werden.

Der private Motorfahrzeugverkehr kam laut BFS zu 90 Prozent für seine Kosten auf, der öffentliche Strassenverkehr und der Personenverkehr auf der Schiene nur zu 43 respektive 44 Prozent. Wegen der sechs Mal höheren Gesamtkosten übersteigt der ungedeckte Anteil des privaten Strassenverkehrs mit 5,4 Milliarden dennoch jenen des Personenverkehrs auf der Schiene (4,6 Milliarden).

Von den vom Verkehr verursachten Unfall-, Umwelt- und Gesundheitskosten entfällt der allergrösste Brocken auf den privaten motorisierten Strassenverkehr. 2014 waren es 10,9 Milliarden Franken. Etwa die Hälfte davon ging als externe Kosten zu Lasten der Allgemeinheit.

Bedeutend waren die Unfall-, Umwelt- und Gesundheitskosten mit insgesamt 2,3 Milliarden Franken auch beim Strassengüterverkehr. Nach Anrechnung der Schwerverkehrsabgabe blieben hievon noch 0,9 Milliarden Franken externe Kosten, etwas mehr als beim Personen- und Güterverkehr auf der Schiene (0,8 Milliarden).

(SDA)


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