Verlage suchen neue Strategien der Vermarktung

Ken Follett am Donnerstag bei der Präsentation des Videospiels, das auf seinem Bestseller "Die Säulen der Erde" basiert.
Ken Follett am Donnerstag bei der Präsentation des Videospiels, das auf seinem Bestseller "Die Säulen der Erde" basiert. © EPA DPA ARNE DEDERT
Bei der Vermarktung von Büchern suchen Verlage nach neuen Strategien. Aus Büchern würden Filme, Brettspiele oder Video-Games, sagte Marco Schneiders, Programmleiter von Bastei Lübbe, am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse.

Er geht davon aus, dass Verlage immer häufiger Geld mit der weiteren Nutzung von Stoffen verdienen. “Das wird sicher zunehmen in Zukunft”, sagte er bei der Vorstellung eines Videospieles, das auf Ken Folletts Bestseller “Die Säulen der Erde” basiert. Aber nicht alle Bücher seien dafür geeignet: “Es müssen grosse Stoffe sein.”

“Neue Technologien bieten die Möglichkeit, das Buch zu erweitern und Inhalte neu erlebbar zu machen”, sagte auch Johannes Hauenstein, kaufmännischer Geschäftsführer des Ravensburger Buchverlags. Ravensburger macht Bücher und Spiele – der digitale Audio-Lernstift “Tiptoi” ist beides zugleich und laut Hauenstein mit 20 Prozent Umsatzanteil der Hauptgrund dafür, dass Ravensburger Marktführer bei Kinder- und Jugendbüchern wurde.

Bestsellerautor Ken Follett sagte, er sei zunächst skeptisch gewesen bei der Idee, ein Videospiel aus seinem Buch zu machen. Dann aber habe er die “faszinierende Erfahrung” gemacht, dass das Schreiben eines Buchs und das Entwickeln eines Spiels zwei wichtige Elemente gemeinsam hätten: “Erst erschaffe ich eine imaginäre Welt, und dann versuche ich, den Leser dort hineinzuziehen. Das machen die auch.”

(SDA)


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