Die Suche nach dem vermissten Piloten dauert an

Ein Helikopter suchte im Gebiet Sustenpass nach der vermissten F/A-18.
Ein Helikopter suchte im Gebiet Sustenpass nach der vermissten F/A-18. © Keystone/ALEXANDRA WEY
Der vermisste F/A-18 Jet ist im Sustengebiet gefunden worden. Die Suche nach dem Piloten wurde mittlerweile abgebrochen. Am Mittwochmorgen soll diese fortgesetzt werden

Die Armee hat die Suche nach dem im Sustengebiet abgestürzten F/A-18-Piloten abgebrochen. Der Einsatz sei durch das schlechte Wetter, die Lawinengefahr und den Schnee zu gefährlich geworden, sagte VBS-Sprecher Daniel Reist und fügte an: “Wir dürfen die Sicherheit der Rettungskräfte nicht aufs Spiel setzen.” Die Suche solle Mittwochmorgen gegen sechs Uhr wieder aufgenommen werden.

Seit Montagabend läuft im Sustengebiet die Suche nach der abgestürzten F/A-18 der Schweizer Luftwaffe und ihrem Piloten. Am Dienstag kurz nach Mittag konnte die Absturzstelle lokalisiert werden. Sie befindet sich im vermuteten Absturzgebiet um den Sustenpass. Das Wrack der F/A-18 sei von einem Helikopter aus gesichtet worden.

Absturzstelle vom Boden nicht erreichbar

Das Flugzeug sei beim Absturz zerschellt, sagte Armeesprecher Daniel Reist nach Angaben einer Fotografin der Bildagentur Keystone am Nachmittag auf dem Flugplatz Meiringen BE vor Medienvertretern. Nach seinen Angaben verunglückte die F/A-18 in der Umgebung des rund 3440 Meter hohen Gipfels Hinter Tierberg.

Vom Boden aus war die Absturzstelle wegen schlechten Wetters am frühen Nachmittag nicht erreichbar, wie das VBS schrieb. Gebirgsspezialisten seien zurzeit mit den Helikoptercrews unterwegs. Sie würden zur Absturzstelle abgeseilt, sobald es die Umstände zulassen würden. Die Militärjustiz untersucht den Absturz.

Kontakt verloren

Das verunglückte Kampfflugzeug war am Montag um 16.01 Uhr in Meiringen BE zu einem Trainingsflug gestartet. Zunächst verlief der Funkverkehr normal, der Pilot meldete sich auf einen ersten Aufruf. Um 16.05 Uhr verlor die Einsatzzentrale dann den Kontakt zum Piloten, der sich auf einen zweiten Aufruf nicht mehr meldete.

Die abgestürzte Maschine war 15 Sekunden nach einer anderen gestartet. Die beiden F/A-18 sollten den Luftkampf gegen einen F-5-Tiger üben. Wegen einer Wolkendecke hatten die Piloten keinen Sichtkontakt und flogen nach Instrumentenflugregeln.
(red./sda)


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