Freundliche Worte für Jürg Stahl

Der Nationalratspräsident Juerg Stahl mit Ehefrau Sabine und Töchterchen Valerie beim Festumzug in Winterthur
Der Nationalratspräsident Juerg Stahl mit Ehefrau Sabine und Töchterchen Valerie beim Festumzug in Winterthur © KEYSTONE/WALTER BIERI
Im Stadthaussaal Winterthur haben sich am Mittwochnachmittag die Gäste zum Festakt für den neuen Nationalratspräsidenten Jürg Stahl versammelt. Prominenz aus Politik, Militär und Sport nahm teil. Der Seuzacher Sportmoderator Beni Turnheer moderierte den Anlass.

Der Winterthurer Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) stellte Stahl als Winterthurer vor, der 40 Jahre lang in der Stadt, gelebt, geliebt, gearbeitet und Sport getrieben habe.

Er erinnerte auch an die grosse politische Niederlage Stahls. «Stahl ist heute wegen der berühmten einen Stimme zu wenig nicht Winterthurer Stadtrat sondern Nationalratspräsident.»

Mario Fehr (SP), Präsident des Zürcher Regierungsrats, sagte über seinen langjährigen Freund: «Auch wenn Stahl den härtesten Nachnamen aller Schweizer Politiker trägt, ist er kein Hardliner.» Vielmehr habe er eine gewinnende, bescheidene Art.

«Du wurdest fünfmal glänzend gewählt, wer schafft das schon ausser vielleicht Christoph Blocher», sagte Fehr mit einem Augenzwinkern. Er überreichte dem neuen Nationalratspräsidenten die goldene Ehrenmedaille des Kantons Zürich. «Die bekommen in der Regel nur Bundesräte. Wer weiss, was noch passiert.»

Albert Rösti, Präsident der SVP Schweiz, sagte: «Du hast dich als grosser Schaffer hinter und vor den Kulissen etabliert und profiliert. Mit jungen 48 Jahren wirst du bereits Nationalratspräsident. Du warst immer, auch im Sport, ein Senkrechtstarter.» Er schenkte ihm ein Nationalrats-Sackmesser mit Glocke – ein weiteres für Stahls Taschenmesser-Sammlung.

Eine gute Wahl hätten die Volksvertreter getroffen, als sie Stahl zum Nationalratspräsidenten wählten, meinte Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) in ihrer kurzen Rede. Stahl erwarte ein spannendes Jahr mit vielen Aufgaben. «Er kann das alles stemmen.» Sie freue sich, 2017 als voraussichtliche Bundesratspräsidentin mit Stahl zum Wohl des Landes zusammenzuarbeiten.

Stahl zeigte sich bewegt durch die freundlichen Worte. Er dankte seiner Familie und seinen Leitern in der Jugendriege und dem Kunstturnen. Sie seien seine Vorbilder, die ihm helfen würden, die Aufgaben als Nationalratspräsident zu erfüllen.

Er wolle es gut machen, «oder sehr gut», wie er anfügte. Aber: «Heute werden wir feiern. Morgen um 7.30 Uhr ist Bürositzung. Dann arbeite ich voll weiter – wie so viele Menschen in diesem Land.»

Am Nachmittag reiste die Delegation weiter an Stahls Wohnort Brütten, wo er mit der Bevölkerung zusammentraf. Am Abend besuchen die geladenen Gäste dann den Flughafen, wo das Festessen stattfindet.

(SDA)

Empfang für Nationalratspräsident Jürg Stahl


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