Vier Achtelfinal-Tickets werden im Fernduell ermittelt

Atlético Madrid, hier mit Stürmer Luciano Vietto, bangt in der Gruppe C ums Weiterkommen
Atlético Madrid, hier mit Stürmer Luciano Vietto, bangt in der Gruppe C ums Weiterkommen © KEYSTONE/EPA EFE/RODRIGO JIMENEZ
Der sechste und letzte Vorrunden-Spieltag der Champions League hält am Dienstag Fernduelle um vier Achtelfinal-Tickets bereit. Die Ausgangslage in den Gruppen ist völlig unterschiedlich.

In der Gruppe A mit dem FC Basel könnte sich Leader Manchester United gegen ZSKA Moskau eine Niederlage mit sechs Toren Differenz leisten. Geht man aber von der Papierform und damit von einem Sieg des Europa-League-Gewinners aus, wäre Basel auch bei einer Auswärtsniederlage gegen Benfica Lissabon als Zweiter weiter.

Paris Saint-Germain kann in der Gruppe B beweisen, dass die erste Niederlage der Saison am letzten Wochenende in Strassburg (1:2) nur ein Zufall war. Für die Mannschaft von Unai Emery, die davor richtiggehend über die Konkurrenz hinweggefegt war, wird das Gastspiel bei Bayern München laut ihrem spanischen Coach zu einem «guten Test».

Selbst eine Niederlage mit drei Toren Unterschied würde PSG genügen, um die Vorrunde im 1. Rang abzuschliessen. Gewinnen die Bayern, die in Paris 0:3 verloren hatten, aber mit vier Toren Unterschied, wären sie zum 15. Mal als Gruppensieger durch. «Wir werden alles dafür tun, um so hoch wie möglich zu gewinnen», sagte Bayerns Franzose Kingsley Coman. «Ich bin Profi genug, um das Hinspiel ausblenden zu können.»

Das Fernduell in der Gruppe C tragen die AS Roma und Atlético Madrid aus. Derweil die Römer mit einem Sieg gegen Karabach Agdam und einem gleichzeitigen Punktverlust des bereits qualifizierten Chelsea sogar als Gruppenerster weiterkommen würden, hat Atlético das Schicksal nicht mehr in den eigenen Füssen. Nur ein Auswärtssieg in London und ein gleichzeitiger Punktverlust der AS Roma würde den Finalisten von 2014 und 2016 vor dem Out in der Champions League bewahren.

Wie Manchester United (gegen Manchester City) wird auch Juventus Turin (gegen Inter) am kommenden Wochenende den Leader der nationalen Meisterschaft empfangen. Vorher geht es in der Gruppe D der Champions League noch darum, sich mit einem Sieg in Piräus den 2. Rang hinter dem bereits qualifizierten Gruppensieger Barcelona zu sichern. «Wenn wir so spielen, hinterlassen wir die Botschaft, dass Juventus da ist und immer da sein wird», schrieb Goalie Gianluigi Buffon nach dem 1:0 in Neapel vom letzten Freitag auf Twitter.

Juventus-Trainer Massimiliano Allegri könnte das achte Mal nacheinander die Achtelfinals der Champions League erreichen, erinnerte die Turiner Zeitung «La Stampa» und betonte, damit würde der 50-Jährige besser dastehen als Manchester Uniteds Coach José Mourinho.

Sporting Lissabon benötigt zwingend einen Auswärtssieg gegen den FC Barcelona und einen Punktverlust von Juventus bei Olympiakos Piräus, um den Rückstand von einem Zähler (plus die schlechtere Bilanz aus den Direktduellen mit Juve) noch aufzuholen.

(SDA)


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