Viktoria Asarenka unterstützt Teamkolleginnen von aussen

Fertig mit Strandferien und Babyurlaub: Viktoria Asarenka will schon bald als Spielerin auf die Turnierplätze zurückkehren
Fertig mit Strandferien und Babyurlaub: Viktoria Asarenka will schon bald als Spielerin auf die Turnierplätze zurückkehren © KEYSTONE/AP/LYNNE SLADKY
Viktoria Asarenka ist die grosse Abwesende beim Fedcup-Halbfinal in Minsk – zumindest auf dem Spielfeld. Daneben ist sie Fan, Cheerleader und wenn nötig auch Coach.

Kurz vor Weihnachten wurde Viktoria Asarenka erstmals Mutter.Deshalb muss Weissrussland – ausgerechnet im ersten Jahr in der Weltgruppe I in seiner Geschichte – auf seinen grössten Star verzichten. Am Rand des Courts ist die zweifache Australian-Open-Siegerin, langjährige Nummer 1 und Mixed-Olympiasiegerin aber mit vollem Einsatz dabei.

«Sie wird unser grösster Fan sein», versicherte Captain Eduard Dubrou diese Woche. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda bestätigt die 27-Jährige Minskerin diese Einschätzung voll und ganz. «Ich werde tun, was immer das Team braucht.» Sie sei nicht der Coach, sondern werde in erster Linie die Teamkolleginnen anfeuern. «Aber wenn sie Ratschläge möchten, werde ich sicher bereit sein.»

Sie weiss um die grosse Chance, erstmals den Fedcup-Final zu erreichen, für den sie dann wohl wieder einsatzfähig wäre. «Ich sehe keinen klaren Favoriten. Ich war etwas weg von den Turnieren, und nur auf die Resultate abzustellen, kann täuschen.» Mit dem Heimvorteil im Rücken traue sie Weissrussland den Sieg aber auf jeden Fall zu.

Im März, drei Monate nach der Geburt von Sohn Leo, begann Asarenka mit dem Fitnesstraining, in den letzten Wochen griff sie auch wieder zum Racket. «Ich bin überrascht von meinem Niveau», meinte sie gut gelaunt. Ihr letztes Turnier hatte sie am French Open vor fast einem Jahr gespielt, im Ranking ist sie nur noch die Nummer 319. Mit Comebacks hat sie allerdings Erfahrung.

2014 verpasste sie wegen einer Fussverletzung ein halbes Jahr und fiel im Ranking ebenfalls weit zurück, ehe sie sich in die Top 5 zurückkämpfte. Dennoch sieht sie kaum Parallelen. «Jetzt ist es komplett anders», erklärt sie. «Es fühlt sich diesmal nicht wie ein Comeback an. Es ist einfach ein Prozess in dieser Phase meines Lebens.» Ihr Comeback will sie Ende Juli in Stanford geben. Das erste grössere Ziel ist dann das US Open.

(SDA)


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