Voralberg nützt der starke Franken

Schweizer fahren gerne ins nahe Voralberg und geben ihr Geld aus.
Schweizer fahren gerne ins nahe Voralberg und geben ihr Geld aus. © Standortmarkting Feldkich/Tagblatt
Der Vorarlberger Einzelhandel profitiert von der Stärke des Schweizer Frankens. Das geht aus einer aktuellen Kaufkraftstrom-Analyse hervor, die am Donnerstag in Vorarlberg vorgestellt wurde.


Die Studie wurde im Auftrag des Landes Vorarlberg erstellt. Es war die dritte derartige Analyse nach 2001 und 2009. Für die aktuelle Bewertung wurden unter anderem 16’540 Telefoninterviews in Vorarlberg und der nahen Umgebung geführt sowie Handelsunternehmer von 1263 Betrieben befragt.

Kaufkraft steigt

Der Analyse zufolge lag der Wert der wirksamen Kaufkraft in Vorarlberg 2015 bei zwei Milliarden Euro (plus 20 Prozent gegenüber 2009). Die Kaufkraftzuflüsse ins Land betrugen im vergangenen Jahr 317,2 Millionen Euro, das bedeutete einen Zuwachs um 59 Prozent gegenüber 2009.

Dabei spülte insbesondere die Stärke des Schweizer Frankens viel Geld in die Kassen der Vorarlberger Handelsunternehmen. Gaben die Schweizerinnen und Schweizer bei Einkaufsfahrten in Vorarlberg 2009 noch 43,3 Millionen Euro aus, so hat sich dieser Wert im Jahr 2015 auf 84,4 Mio. Euro beinahe verdoppelt. Liechtensteiner kauften für 22,7 Millionen Euro ein (2009: 9,7 Millionen).

Touristen bringen Geld

Ebenfalls angestiegen ist der Anteil aus unregelmässigen Einkaufsfahrten und aus Einkäufen von Touristen in Vorarlberg. Dieser lag im vergangenen Jahr bei 201,7 Millionen Euro (2009: 134,2 Millionen). Zurückgegangen sind hingegen die Ausgaben der deutschen Nachbarn, nämlich auf 7,1 Millionen Euro (2009: 12,2 Millionen). Eingekauft wurden und werden insbesondere Lebensmittel und Bekleidung. (sda)


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