Voralpen-Express hält nicht mehr in Schmerikon

Der Voralpen-Express wird im Schmerikon nicht mehr anhalten
Der Voralpen-Express wird im Schmerikon nicht mehr anhalten © Thurgauerzeitung/Susann Basler
Der Voralpen-Express wird ab Dezember 2019 nicht mehr in Schmerikon halten, weil der Halt mit dem zukünftigen Angebotskonzept nicht mehr möglich ist. Würde der Halt beibehalten werden, wären die Nachteile für die ganze Region Zürichsee-Linth zu gross und ein stabiler Fahrplan wäre gefährdet, teilt die St.Galler Staatskanzlei mit.

Anfang Jahr stellte die Gemeinde Schmerikon das Fahrplankonzept ab Dezember 2019 in Frage und kritisierte die häufigen Anschlussbrüche in Rapperswil. Die Gemeinde verlangte zu prüfen, ob es möglich wäre, dass der vorausfahrende VAE anstelle der nachfahrenden S-Bahn in Schmerikon hält. In der Gegenrichtung soll der nachfahrende VAE anstelle der vorausfahrenden S-Bahn Schmerikon bedienen. Sowohl die SBB als auch die SOB haben unabhängig voneinander diese und weitere Varianten umfassend geprüft.

Beide Unternehmen kommen zum Schluss, dass alle Varianten entweder umfangreiche Infrastrukturmassnahmen benötigen oder Stabilitätsprobleme wegen fehlender Reservezeiten und verkürzter Haltezeiten auslösen. Die Variante mit einem VAE-Halt in Schmerikon funktioniert nicht zuverlässig und hat negative Konsequenzen über die Region hinaus.

Shuttlebus als Alternative

Zusätzlich prüften die Bahnen einen Shuttle zwischen Uznach und Rapperswil mit Halt in Schmerikon, der rund eine Viertelstunde versetzt zur S-Bahn verkehrt. Ohne Doppelspurausbau zwischen Rapperswil und Bollingen könnte dieser Shuttle nur im Stundentakt verkehren, wobei er in Rapperswil keinen Anschluss auf die Zürcher S-Bahn S15 herstellen kann. Der Fahrzeugumlauf verursache unverhältnismässig hohe Betriebskosten, da kein sofortiges Wenden in Uznach und Rapperswil möglich sei.

Bedauern in Schmerikon

Aufgrund der zahlreichen negativen Auswirkungen wird am geplanten Angebotskonzept festgehalten. Die Gemeinde Schmerikon nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass der VAE-Halt tatsächlich nicht möglich ist, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei.

Damit wird zwischen Ziegelbrücke und Rapperswil ein durchgehender Halbstundentakt mit Halt an allen Stationen angeboten. Zwischen Uznach und Rapperswil verkehren VAE und S-Bahn beschleunigt. Um dieses Angebot fahren zu können, ist der Doppelspurausbau Uznach-Schmerikon zwingend. Dieser Ausbau hilft aber ebenfalls den Fahrplan zwischen Uznach und Rapperswil zu stabilisieren.

Bessere Bus-Verbindung nach Uznach

Obwohl Schmerikon den VAE-Halt verliert, verbessert sich die lokale Erschliessung markant: Neu soll die Buslinie 630 Schmerikon halbstündlich mit Uznach verbinden. Damit erhält Schmerikon den VAE-Anschluss via Uznach in beide Richtungen, heisst es in der Mitteilung.

(red.)


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