Zahl der Tempo-30-Zonen explodiert

Tempo-30-Zonen spriessen in der Schweiz aus dem Boden. (Symbolbild)
Tempo-30-Zonen spriessen in der Schweiz aus dem Boden. (Symbolbild) © Keystone/Christian Beutler
Immer mehr Langsamfahrzonen in der Schweiz: Alleine im Kanton St.Gallen gibt es ohne die Hauptstadt 92 Tempo-30-Zonen, der grösste Teil davon wurde in den vergangenen zehn Jahren bewilligt. Das sind die Schlagzeilen der Sonntagszeitungen.

«SonntagsBlick»:

Die Zahl der Tempo-30-Zonen ist laut einer Meldung vom «SonntagsBlick» in den vergangenen zehn Jahren explodiert. Zwar gebe es keine einheitliche Statistik dazu, doch Daten der Zeitung belegten die Entwicklung der umstrittenen Langsamfahrzonen. Im Kanton St.Gallen, ohne die Hauptstadt, gebe es heutzutage 92 Tempo-30-Zonen. 72 davon wurden in den vergangenen zehn Jahren bewilligt. In Freiburg seien es 172 Zonen. Im Jahr 2007 waren es 56. Im Kanton Luzern wurden im Betrachtungszeitraum 234 Tempo-30-Zonen bewilligt – und dies ohne die Gemeinden Luzern, Emmen und Kriens. Am meisten Gas gaben in Sachen Tempo 30 allerdings die Berner. Sie bewilligten in den vergangenen zehn Jahren 356 Langsamfahrzonen.

«NZZ am Sonntag»:

SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher hat laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» ihren Weg nach Bern von langer Hand geplant. So baute sie etwa ihre Nähe zum Bündner Stimmvolk gezielt auf.

Wie die Zeitung berichtet, habe die Ems-Chemie der Klosterkirche in Disentis grosszügige Spenden zukommen lassen und 1,6 Millionen Franken für die Orgel in der Kathedrale Chur gezahlt. Rechtzeitig auf die Nationalratswahlen 2015 habe Martullo-Blocher zudem ein Ferienhaus in Lenzerheide gekauft. Die Ems-Chemie weist allerdings einen Zusammenhang zwischen Sponsoringaktivitäten der Firma und der politischen Karriere Martullo-Blochers zurück. Das Unternehmen sponsere seit vielen Jahrzehnten unzählige Veranstaltungen und Vereine. Diese Engagements seien reine Spenden und Unterstützungsprojekte, hiess es von der Firma.

«Ostschweiz am Sonntag» / «Zentralschweiz am Sonntag»:

Die Zahl der Krankentage bei der Schweizerischen Post hat sich laut Meldungen der «Ostschweiz am Sonntag» und der «Zentralschweiz am Sonntag» in den vergangenen vier Jahren um rund zehn Prozent erhöht. Post-Mitarbeiter fehlten demnach im Jahr 2013 im Durchschnitt 11,6 Tage. Im vergangenen Jahr waren es dagegen bereits 12,9 Tage. Als Hauptursache für diese Entwicklung vermuten Gewerkschaften die Unsicherheiten der Belegschaft aufgrund der Umwälzungen bei der Post.

«SonntagsZeitung» / «Le Matin Dimanche»:

In den vergangenen 52 Wochen verzeichnete das Bundesamt für Gesundheit BAG laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» 11’858 Grippefälle. Das sind rund 1000 mehr als im Vorjahr und fast viermal so viele wie in der Saison 2016/17. Es sei die heftigste Grippewelle seit mehr als einem Jahrzehnt, hiess es zudem vom Universitätsspital Basel gegenüber der Zeitung. Auffallend sei obendrein die lange Dauer der aktuellen Grippesaison. Das BAG zählte in den vergangenen neun Wochen 1170 Fälle, während es in derselben Periode 2017 nur 187 Fälle waren.

«NZZ am Sonntag» / «SonntagsBlick»:

Kunden der Genossenschaftsbank Raiffeisen bezahlen laut der «NZZ am Sonntag» im Branchenvergleich hohe Gebühren. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Analyse des Online-Vergleichsdienstes moneyland.ch. Getestet wurden die Kosten für ein Bankpaket mit Debit- und Kreditkarte für einen Kunden, der 10’000 Franken auf dem Privatkonto und 50’000 Franken auf dem Sparkonto besitzt. Laut Moneyland.ch verrechnet Raiffeisen für einen solchen Durchschnittsnutzer jährliche Gebühren abzüglich Zinsertrag in der Höhe von 228 Franken. Damit liegt sie auf Rang 11 von 15 getesteten Banken.

Gleichzeitig meldet der «SonntagsBlick», dass der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz neben Verwaltungsratsmandaten immer mehr Ämter verliere. So habe er bereits im Dezember 2017 seinen Sitz im Stiftungsrat bei Avenir Suisse verloren. Nun sollen auch Ämter an der Universität St.Gallen sowie bei der Organisation Pflege- und Adoptivkinder Schweiz fallen.

«SonntagsZeitung»:

Der Weltfussballverband Fifa zahlte seinem Präsidenten Gianni Infantino im vergangenen Jahr laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» eine Gesamtvergütung von 1,9 Millionen Franken. Das Blatt stützt sich dabei auf den neuesten Finanzbericht, den die Fifa in der Nacht auf Samstag veröffentlichte. Gegenüber dem Vorjahr zahlte die Fifa an Infantino rund 26 Prozent mehr. Damals hatte er 1,5 Millionen Franken erhalten – war allerdings auch nur zehn Monate im Amt gewesen. Im Vergleich mit seinem Vorgänger Sepp Blatter verdient Infantino allerdings deutlich weniger: Blatter habe 2015 noch gut 3,6 Millionen Franken erhalten.

(SDA/red.)


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