VW-Ingenieure gestehen Betrug

Volkswagen muss eine schwere Krisenzeit durchstehen.
Volkswagen muss eine schwere Krisenzeit durchstehen. © EPA/PETER STEFFEN
Der Konzernrevision von VW liegen mehrere Geständnisse von Ingenieuren vor. Die Ziele vom inzwischen zurückgetretenen VW-Chef Martin Winterkorn seien mit legalen Mittel nicht erreichbar gewesen.

Laut einem Bericht der deutschen Zeitung “Bild am Sonntag” haben mehrere Ingenieure der Konzernrevision ihre Beteiligung am CO2-Betrug gestanden. Winterkorn hatte demnach beim Genfer Autosalon im März 2012 angekündigt, VW werde den CO2-Ausstoß seiner Modelle bis 2015 um 30 Prozent verringern.

Die VW-Techniker hätten sich den Geständnissen zufolge nicht getraut, Winterkorn mit den tatsächlichen Umsetzungsschwierigkeiten zu konfrontieren, schreibt die „Bild am Sonntag“. Dem Bericht zufolge begannen die Manipulationen 2013 und liefen bis zum Frühjahr 2015.

Schweigen gebrochen

Nach Informationen der Zeitung kamen die Manipulationen heraus, weil ein Wolfsburger Ingenieur Ende Oktober sein Schweigen gebrochen habe. Der Mann habe mehrere Tage lang mit sich gerungen, ob er auspacken solle. Der Mitarbeiter der Abteilung Forschung und Entwicklung berichtete demnach seinem Vorgesetzten von einem großangelegten CO2-Betrug. Die Techniker hätten mit diversen unerlaubten Maßnahmen die Werte manipuliert, zum Beispiel durch einen höheren Reifendruck von mehr als 3,5 bar. Außerdem sei auch Diesel ins Motoröl gemischt worden, damit Testwagen leichter laufen und weniger Sprit verbrauchen.

Der Konzern prüft laut „Bild am Sonntag“ derzeit, welche Mitarbeiter beurlaubt werden müssten. Der Techniker, der mit seinem Geständnis alles ins Rollen gebracht habe, dürfe bleiben. „Wir können nicht jemanden bestrafen, der so einen mutigen Schritt gemacht hat“, hieß es dem Bericht zufolge in der Konzernspitze. (red)

“Schonungslose Aufklärung” versprochen


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