Walser ist mit 80 “genauso wenig bereit für das Sterben wie mit 30”

Das Sterben seiner Altersgenossen stimmt Martin Walser nachdenklich (Archiv)
Das Sterben seiner Altersgenossen stimmt Martin Walser nachdenklich (Archiv) © /AP dapd/FELIX KAESTLE
“Ich bin nur noch von Toten umgeben, alle sterben sie weg”, sagt Schriftsteller Martin Walser. Trotz seiner 88 Jahre sei er “genauso wenig bereit für das Sterben wie mit 30”.Das Sterben sei die unvorstellbare Sache, “mit der du, solange du nicht dran bist, nichts zu tun hast.

Es ist nichts so natürlich wie der schreiende Widerspruch zwischen sterben müssen, sterben wollen, leben müssen, leben wollen”, sagte der Autor im Gespräch mit dem “Blick”.

Zum alten Eisen mag Walser nicht gehören. Der Autor schwört auf technische Neuerungen, bezeichnet sein iPhone als “Wunderapparat”, ohne den er verloren wäre. SMS findet er eine “wunderbare Ausdrucksvariation”, in der alle ihren eigenen Stil entwickeln könnten.

(SDA)


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