Walter Grob tritt zurück

Teufens Gemeindepräsident Walter Grob ist Ende Mai zurückgetreten.
Teufens Gemeindepräsident Walter Grob ist Ende Mai zurückgetreten. © Ralph Ribi/St.Galler Tagblatt
Teufens Gemeindepräsident Walter Grob tritt auf Ende Mai zurück. Er hat sich zu diesem Schritt entschieden, weil die Vertrauensbasis zwischen Gemeinderat und Geschäftsprüfungskommission fehlt.

Ein Erbe kostet Teufens Gemeindepräsident letztlich den Posten: Walter Grob erhielt im vergangenen Jahr als Privatperson ein Vermächtnis in aussergewöhnlicher Höhe. Bei der Abwicklung der Erbschaft habe er sich nicht angemessen verhalten – das finden Gemeinderat und Geschäftsprüfungskommission (GPK). So informierte Grob nicht von sich aus die Behörden und grenzte verschiedene Funktionen nicht klar voneinander ab, heisst es in der Mitteilung zuhanden der Medien.

Die GPK habe interveniert und den Gemeinderat informiert, dieser habe Walter Grob zur Rede gestellt. Grob entschied, vollständig auf das Erbe zu verzichten und gleichzeitig per Ende Mai als Gemeindepräsident zurückzutreten; aufgrund dieses Vorfalls fehle die Vertrauensbasis für eine weitere Zusammenarbeit.

Doch es ist nicht allein der Vorfall mit dem Vermächtnis, der die Zusammenarbeit zwischen Walter Grob und dem Gemeinderat bzw. der GPK erschwert. Teufen hat turbulente Monate hinter sich. Bereits letzten Herbst standen Grob und weitere Gemeinderäte wegen der Teufner Entschädigungsaffäre heftig in der Kritik. Verschiedene Seiten forderten seinen Rücktritt, doch er blieb bis jetzt standhaft.

Ab Juni wird Ursula von Burg-Hess interimistisch die Geschäfte des Präsidiums übernehmen. Wie sie zum Rücktritt von Walter Grob steht, zeigt TVO im Beitrag:

(red)


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