Walzenhauser Firma hebt ab

Die Knoepfel AG aus Walzenhausen liefert essentielle Teile für den Schweizer Helikopter (im Bild der Prototyp 2).
Die Knoepfel AG aus Walzenhausen liefert essentielle Teile für den Schweizer Helikopter (im Bild der Prototyp 2). © pd/marenco-swisshelicopter.ch
Die Firma Marenco Swisshelicopter AG aus Mollis stellt den ersten in der Schweiz entwickelten Helikopter her. Essentiell für das Gelingen der Glarner Firma ist die Knoepfel AG aus dem ausserrhodischen Walzenhausen.

Die Knoepfel AG ist der Hauptlieferant der Schlüsselkomponenten für den Schweizer Helikopter. «Wir fertigen Sicherheitsteile der höchsten Stufe», sagt René Thoma, CEO der Knoepfel AG, gegenüber der Appenzeller Zeitung. Zu diesen Teilen gehören Rotormasten, Getriebegehäuse oder Hydraulikbauteile. «Wir sind sehr stolz, dass wir die Marenco beliefern dürfen», sagt René Thoma gegenüber FM1Today. «Wir sind sogar schon mit der ganzen Firma auf Mollis gereist, um uns den ersten Prototypen anzuschauen.»

Absturz, wenn Teil defekt

Damit einher geht aber auch eine grosse Verantwortung. Die Bauteile welche die Knoepfel AG liefert, gehören zu den wichtigsten im Helikopterbau. «Ist ein solches Teil defekt, stürzt der Helikopter ab», ist sich Thoma bewusst. Seine Firma legt deshalb höchsten Wert auf die Sicherheit im Herstellungsprozess. Seit diesem Sommer ist die Firma auch im Besitz einer Luftfahrt-Zertifizierung.

Aufträge sichern Arbeitsplätze

«Das eröffnet uns einen neuen Markt», freut sich Thoma, dessen Firma auch Teile für den Gripen-Jet von Saab liefert. «In Zeiten, in denen es der Industrie nicht so gut geht, ist das eine besonders tolle Sache». Nicht zuletzt, weil es die Arbeitsplätze in Walzenhausen sichert.

Leichthelikopter zur Rettung

Beim ersten in der Schweiz entwickelten und hergestellten Helikopter, handelt es sich um einen einmotorigen Leichthelikopter. Der SKYe SH-09 verfügt über eine mehrfach einsetzbare Kabine und ist für Rettung, Lasten- und Personentransport einsetzbar. Die ersten beiden Modelle soll die AirZermatt bekommen.

Ganz so weit ist es aber noch nicht. «Mittlerweile sind wir beim dritten Prototypen angelangt. Bis man über eine Serienproduktion reden kann, dürfte es aber 2018 werden», sagt René Thoma.

(cas/saz)


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