Was Dein Geschenk über Dich aussagt

Was für ein Geschenk gibt es?
Was für ein Geschenk gibt es? © AP Photo/Thomas Kienzle
In einem Monat ist Weihnachten. Habt Ihr schon alle Geschenke? Gibt es wieder den Schinken für den Vater, die Socken für die Mutter und das Buch für die Schwester? Wir haben für Euch eine kleine Geschenke-Typologie zusammengestellt.

Der Buch/CD/DVD/BluRay-Schenker
Hier steckt eine Botschaft dahinter: Du musst dieses Buch unbedingt lesen, diesen Film unbedingt sehen, diese Musik unbedingt hören. Ein klassisches Geschenk für Freunde, nicht zu teuer, nicht zu billig, eine kleine persönliche Botschaft. Allerdings auch nicht besonders originell. Auch wenn die Freunde nichts zurückschenken, steht man nicht blöd da, man hat ja nicht zuviel dafür ausgegeben.

Der Kleider-Schenker
Geht nur innerhalb der Familie/Verwandtschaft. Einzige Ausnahme: Mützen und Handschuhe. Dann aber bitte hochwertige. Bei Kleidergeschenken gibt es sehr viele Fettnäpfchen. Falsche Grösse, falsche Farbe oder schlicht hässliche Kleider (falscher Geschmack).

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Der Gutscheine-Schenker
Grundsätzlich eine gute Idee. Aber auch ein bisschen faul, schliesslich überlässt man den Beschenkten die Kaufentscheidung. Heikel ist auch, dass der oder die Beschenkte gleich sieht, wie teuer das Geschenk war. Das könnte peinliche Momente geben. Immer gut sind Gutscheine für Läden, die mehr als nur ein Produkt verkaufen.

Der Bargeld-Schenker
Ist eine Abwandlung des Gutschein-Schenkers. Negativ ausgedrückt: War entweder faul, einen Gutschein zu holen. Positiv ausgedrückt: Wollte dem oder der Beschenkten nicht vorschreiben, wo das Geschenk gekauft werden soll. Natürlich steht es den Beschenkten frei, das Geld auch einfach nicht für ein Geschenk an sich selbst auszugeben. Bargeld-Schenker sind vor allem bei Kindern beliebt, die auf eine grössere Anschaffung sparen.

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Der Selbstgebasteltes-Schenker
Wenn Kinder etwas Selbstgebasteltes schenken, ist das völlig ok. Erwachsene sollten das nicht mehr machen. Ausser vielleicht die gelismeten Socken von Grosi. Die nimmt jeder gerne. Wer sonst ein selbstgebasteltes Geschenk macht, obwohl er oder sie bereits über 16 Jahre alt ist, sollte es besser bleiben lassen.

Der Schmuck-Schenker
Schmuck schenkt man nur der Freundin oder dem Freund. Und damit meinen wir Liebhaberin oder Liebhaber. Oder auch beiden. Ansonsten: Sendet ein bisschen die falsche Botschaft. Diese nämlich, dass man die beschenkte Person gerne als Liebhaberin oder Liebhaber will. Ausser man will genau dies bezwecken. In diesem Fall: Machen!

Der Spielzeug-Schenker
Für Kinder völlig ok. Erwachsenen Menschen sollte man kein Spielzeug schenken. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Zum Beispiel bei Sexspielzeug (hier gelten die gleichen Regeln wie beim Schmuck verschenken) oder wenn man weiss, dass die beschenkte Person ein Spielzeug-Hobby (Lego, Modellflugzeuge, …) hat.

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Der Pflegeprodukte-Schenker
Heikle Sache. Natürlich ist insbesondere in den Wintermonaten ein heisses Bad eine tolle Sache, entsprechend beliebt sind Badekugeln. Andererseits muss die beschenkte Person dann auch eine Badewanne haben. Ein Duschmittel, ein Deo schenken? Doofe Idee. Man könnte der beschenkten Person auch gleich sagen, dass sie stinkt. Auch Crèmes oder Püderchen sind keine guten Geschenke, denn heute ist ja jede Person auf gefühlt mindestens fünfunddreissig Inhaltsstoffe allergisch.

Der Sportartikel-Schenker
Hat der mich gerade “fett” genannt? Geht wirklich nur, wenn ausdrücklich ein solcher Artikel gewünscht worden ist. Oder wenn man seit Jahren zusammen Sport macht und die beschenkte Person immer mal wieder sagt, dass sie dringend einen neuen Inline-Skate-Helm braucht.

Der Büroartikel-Schenker
Kann man vielleicht noch so ganz knapp unter Arbeitskollegen schenken. Hier unbedingt darauf schauen, dass das Geschenk nicht zu persönlich ist. Sonst könnte es Gerüchte geben. Oder eine falsche Nähe, die in Büros schlicht nichts zu suchen hat.

Der Tier-Schenker
Tiere verschenkt man nicht. Und Tiere beschenken ist, naja, eher speziell. Aber immerhin kann man hier nichts falsch machen. Schliesslich ist es den Tieren ziemlich egal, ob Weihnachten, Geburtstag, Ostern oder sonst etwas ist. Entweder kann man’s essen oder damit spielen – dann ist’s ein gutes Geschenk.

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Der Essen-/Trinken-Schenker
Die Flasche Wein oder der Salami sind gute Geschenke. Kann man immer gebrauchen. Und sind doch nicht zu persönlich. Auch ist nie ganz klar, wie teuer die Geschenke waren. Oder eben billig.

Der Ego-Schenker
Jedes Geschenk hätte er am liebsten selbst. Wird häufig bei Pärchen beobachtet. Da sagt man dann gerne auch, dass es ja für beide sei. Auch hier gibt es natürlich akzeptable Ausnahmen. Reizwäsche ist zum Beispiel eine solche Ausnahme.

(rr)


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