Wawrinkas Revanchegelüste gegen Nishikori

Wawrinkas Revanchegelüste gegen Nishikori
© KEYSTONE/AP/CHARLES KRUPA
Stan Wawrinka verdiente sich mit dem starken Auftritt gegen Publikumsliebling Del Potro seinen dritten Halbfinaleinzug am US Open. Gegen Kei Nishikori stehen die Chancen auf den ersten Final gut.

In seinem dritten Halbfinal am US Open trifft Stan Wawrinka heute Freitag nicht wie erwartet auf den Wimbledon- und Olympiasieger Andy Murray, sondern auf die Weltnummer 7 Kei Nishikori – die Chance auf den ersten Finaleinzug in New York ist für den 31-jährigen Waadtländer damit sicher nicht kleiner geworden.

Nishikori fühlt sich in New York, wo er 2014 seinen bisher einzigen Grand-Slam-Final erreicht und gegen Marin Cilic verloren hat, zwar sehr wohl. Zudem bezwang er auf dem Weg in dieses Endspiel in den Viertelfinals auch Wawrinka, ebenso wie vor fünf Wochen im Halbfinal in Toronto. Die anderen drei Duelle – darunter den Viertelfinal des Australian Open 2015 – gewann aber der Schweizer.

Ein Halbfinal gegen Nishikori ist deshalb eine gute Gelegenheit. Die Chancen stehen besser als 2013 gegen Novak Djokovic oder vor einem Jahr gegen Roger Federer. Der 26-jährige Japaner, der seit vielen Jahren in Florida lebt und trainiert, ist weniger stabil als Murray oder Djokovic und vor allem bei eigenem Aufschlag verwundbar. «Ich denke, es werden die Tagesform und die Frische entscheiden», erklärte Wawrinka, der sich froh darüber zeigte, dass Nishikori am Nachmittag fünf Sätze spielen musste. «Er ist sehr schnell und kontert gut. Er hat aber ab und zu Schwächephasen, wo er mehrere Games hintereinander verliert.»

Am Schweizer wird es sein, diese Schwäche auszunützen. Was ihm auch noch helfen könnte, ist die Wetterprognose. Für Freitagnachmittag werden in New York 33 Grad erwartet. Da Wawrinka physisch stärker sein sollte als Nishikori, ist dies ein Vorteil, wenn die Partie länger dauern sollte. Das Spiel ist als zweiter Match nach Djokovic gegen Gaël Monfils angesetzt (ca. 23.30 Uhr Schweizer Zeit).

(SDA)


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