Wegen Abfall: Totes Kuhmami lässt Kälbchen zurück

Wegen Abfall: Totes Kuhmami lässt Kälbchen zurück
Mit grossen, traurigen Augen steht das kleine Kälbchen Lara da und trauert um seine Mutter. Diese ist vor Kurzem gestorben. Sie hat Abfall gefressen, den jemand auf die Wiese geworfen hat. Das Internet trauert mit.

Der Facebookpost der Beef-Ranch Wallisellen wurde schon über 7500 Mal geteilt – die Kommentare gehen von wütenden Smileys bis “das muss geteilt werden. Die Leute denken nicht über die Konsequenzen nach”.

FM1Today

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Gepostet hat das Bild Thomas Rinderknecht, Bauer und Betriebsleiter der Beef-Ranch. “Der Mutterkuh ging es schon seit einigen Wochen schlecht, sie war auch in Behandlung beim Tierarzt”, sagt er auf Anfrage von FM1Today. Man habe zwar feststellen können, dass die Kuh Fremdkörper im Magen habe, es sei aber bereits zu spät gewesen. “An ihrem letzten Tag ist sie mit ihrem Kälbchen auf die Weide gegangen und da zusammengebrochen.”

Kälbchen sucht Schutz in der Herde

Dem Kälbchen gehe es den Umständen entsprechend gut, meint Rinderknecht. Es habe sich in den letzten Wochen schon etwas von der Muttermilch abgewöhnt. “Jetzt müssen wir abwarten, ob es sich selber von Gras ernähren kann, oder wir es durchfüttern müssen.” Im Moment sucht es Schutz in der Herde.

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Abfall in den Wiesen kann tödlich sein

Der traurige Vorfall zeigt, wer Abfall in die Wiese wirft, gefährdet damit das Leben der Kühe. Was man dagegen machen könne, wisse er auch nicht, meint Thomas Rinderknecht von der Beef-Ranch. “Am besten den Facebookpost weiter teilen und so die Leute darauf aufmerksam machen.” Lara, das kleine Kälbchen, muss übrigens in nächster Zeit keine Angst vor dem Schlachthof haben. “Es kann gut noch 12 bis 15 Jahre leben.” Lara soll selbst einmal Mutterkuh werden dürfen.

(dac)


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